17 Januar 2024

Jugendschutz wird in Region Thun nicht gut eingehalten

Die Stadt Thun und umliegende Gemeinden f√ľhren regelm√§ssig Testk√§ufe von Alkohol und Tabak durch. 2023 lag die Anzahl der Verst√∂sse beim Verkauf an Jugendliche bei 28 Prozent. Die meisten unrechtm√§ssigen Alkoholverk√§ufe gab es bei Veranstaltungen.

Regelm√§ssige Alkohol- und Tabaktestk√§ufe sind ein bew√§hrtes Mittel zur Kontrolle der Jugendschutzbestimmungen beim Verkauf von Alkohol und Tabak. Zudem dienen sie der Sensibilisierung des Verkaufspersonals. Auch im Jahr 2023 f√ľhrten die Gemeinden Thun, Heimberg, Spiez, Steffisburg, Uetendorf und Uttigen Testk√§ufe durch, meist gemeinsam mit dem Blauen Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Verst√∂sse zu und liegt mit 28 Prozent √ľber dem mehrj√§hrigen Durchschnitt von 20 Prozent.

2023 wurden insgesamt 93 Testkäufe in Restaurants, im Detailhandel, an Veranstaltungen und bei Lieferdiensten gemacht. Unrechtmässige Verkäufe gab es in 26 Fällen. Damit liegt die Verstossquote insgesamt bei 28 Prozent (2022: 17 Prozent, 2021: 30 Prozent, 2020: 20 Prozent, 2019: 10 Prozent, 2018: 22 Prozent). Die meisten unrechtmässigen Alkoholverkäufe gab es bei Veranstaltungen: In 13 Fällen von insgesamt 26 Testkäufen wurde Alkohol an Minderjährige verkauft.

Bei den fehlbaren Betrieben entscheidet das Regierungsstatthalteramt √ľber verwaltungsrechtliche Massnahmen. In der Regel wird beim ersten Fehlverhalten eine Verwarnung ausgesprochen. Bei erneuten Verst√∂ssen kann ein Verkaufsverbot f√ľr Alkohol oder Tabak von bis zu drei Monaten verf√ľgt oder die Alkoholverkaufsbewilligung entzogen werden. Zudem m√ľssen die Betriebe ihre Jugendschutzkonzepte √ľberarbeiten und das Personal schulen. Veranstaltende werden neu aktiv √ľber die Testk√§ufe und die Konsequenzen bei Verst√∂ssen in Kenntnis gesetzt, wenn sie die gastgewerbliche Einzelbewilligung erhalten.

Um die Betriebe zu kontrollieren und die Jugendlichen zu sch√ľtzen, halten die beteiligten Gemeinden an den Testk√§ufen fest. Die jugendlichen Testk√§uferinnen und -k√§ufer werden jeweils durch Verwaltungspersonal sowie Jugendarbeiterinnen und -arbeiter geschult und begleitet.

(text:pd/bild:unsplash)