14 Oktober 2022

Jede und jeder F├╝nfte kann sich Wechsel der Krankenkasse vorstellen

Rund 22 Prozent der Versicherten k├Ânnen sich einen Wechsel der Krankenkasse vorstellen. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die nach der Ank├╝ndigung des starken Pr├Ąmienanstiegs durchgef├╝hrt wurde. Sparen wollen die Befragten aber vorher bei anderen Budgetposten.

Neben denjenigen Befragten, die ├╝ber einen Wechsel nachdenken, wollen zw├Âlf Prozent die Kosten bei ihrer derzeitigen Kasse optimieren. Sie geh├Âren zur grossen Mehrheit – rund 66 Prozent -, die keinen Wechsel der Versicherung planen. Dies geht aus einer Mitteilung des Beratungsunternehmens Accenture vom Freitag hervor.

Die Befragung zeigte ferner, dass die Menschen in der Schweiz den Sparhebel nicht in erster Linie bei den Gesundheitskosten ansetzen wollen. Weniger ausgeben wollen sie hingegen f├╝r Bekleidung, Schuhe, Restaurants und Hotels.

„Vermutlich d├╝rften die Eindr├╝cke der Covid-19 Pandemie hier einen nicht zu untersch├Ątzenden Einfluss auf die ge├Ąusserten Konsumentenpr├Ąferenzen haben“, wird Accenture-Versicherungsfachmann Marcel Thom im Communiqu├ę zitiert. Man k├Ânne aber auch davon ausgehen, dass die absolute Schmerzgrenze bei den Pr├Ąmien noch nicht erreicht sei.

Ende September hatte Gesundheitsminister Alain Berset bekannt gegeben, dass die Krankenkassenpr├Ąmien im Jahr 2023 durchschnittlich um 6,6 Prozent steigen werden. Nach vier Jahren relativ grosser Stabilit├Ąt bedeutet dies einen starken Anstieg. Zur├╝ckgef├╝hrt wird er unter anderem auf die Covid-Pandemie und die Nachholeffekte durch verschobene Eingriffe.

Die repr├Ąsentative Befragung zum Kassenwechsel hat das Institut Link im Auftrag von Accenture durchgef├╝hrt. Zwischen dem 3. und 7. Oktober wurden in der ganzen Schweiz 1064 Personen befragt. Accenture ist weltweit t├Ątig und bietet gem├Ąss eigenen Angaben Beratungen in rund 40 Branchen an.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)