Iran widerspricht Trumps Darstellung in mehreren Punkten
Der Iran wirft US-Präsident Donald Trump vor, zentrale Punkte des geplanten Rahmenabkommens zu verdrehen oder zu ignorieren. Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars schrieb unter Berufung auf informierte Kreise, Trump versuche, einen vorgetäuschten Erfolg zu inszenieren.
Aussenamtssprecher Ismail Baghai sagte gemäss der Nachrichtenagentur Isna, beide Seiten stünden weiter im Austausch, eine endgültige Einigung gebe es aber noch nicht. Zugleich betonte er, der Iran handle nach eigenen Interessen und lasse sich nichts vorschreiben.
Inhaltlich widerspricht Teheran Trumps Darstellung in drei Punkten: Erstens müsse nach Unterzeichnung sofort auf zwölf Milliarden Dollar eingefrorener iranischer Gelder zugegriffen werden können, sonst werde nicht weiterverhandelt. Zweitens enthalte das Abkommen keine Regelung zur gebührenfreien Öffnung der Strasse von Hormus. Drittens sehe die Vereinbarung weder den Abbau noch die Vernichtung angereicherten Urans vor. Zudem fordert der Iran einen vollständigen Waffenstillstand im Libanon im Sinne der Hisbollah-Miliz.
(text:sda/bild:keystone)