18 Februar 2022

IOC-Pr├Ąsident Bach lobt, Menschenrechtler kritisieren

IOC-Pr├Ąsident Thomas Bach hat die Olympischen Spiele in Peking als „sehr erfolgreich“ bewertet. Von Menschenrechts-Organisationen kommt harsche Kritik.

Bach verwies in seiner Bilanz auf „herausragende Leistungen der Athleten“ und einen „beispiellosen olympischen Geist“ unter den Teilnehmern. Dies sei „weit ├╝ber dem, was ich bei fr├╝heren Olympischen Spielen erlebt habe“, sagte der 68-j├Ąhrige Deutsche.

Bei den Zuschauerzahlen im Fernsehen und bei Streamingdiensten habe man Rekorde gebrochen, so der IOC-Pr├Ąsident. Zudem sei das Konzept der Organisatoren mit sehr strengen Massnahmen gegen das Coronavirus aufgegangen.

W├Ąhrend Bach die Winterspiele ├╝berschw├Ąnglich lobt, f├Ąllt die Bilanz von Menschenrechts-Organisationen vernichtend aus. „Die Spiele waren ein Traum f├╝r Chinas Pr├Ąsident Xi Jinping, aber ein Alptraum f├╝r die Menschenrechte“, sagte Minky Worden von Human Rights Watch. Die Organisation kritisierte Menschenrechtsverletzungen in China wie die Verfolgung der Minderheit der Uiguren, Einsch├╝chterung von Sportlern, chinesische Zensur und eine Politisierung der Spiele.

Die Aktivisten ├Ąusserten auch scharfe Kritik am IOC. „Durch ihr Schweigen sind das IOC und ihre Unternehmenspartner zu Komplizen f├╝r Pekings Bem├╝hungen geworden, Menschenrechtsverletzungen vor der Welt├Âffentlichkeit durch Sport zu ├╝bert├╝nchen“, sagte Yaqiu Wang. Menschenrechte seien eine „operative Voraussetzung f├╝r Olympische Spiele“.

Rob Koehler von der Vereinigung Global Athlete bem├Ąngelte, dass das IOC bis heute der Forderung nicht nachgekommen sei, die UNO-Menschenrechtserkl├Ąrung in ihre Charta aufzunehmen.

(text:sda/bild:unsplash)