9 April 2021

Interlaken: Tourismus ist 2020 mit einem blauen Auge davongekommen

Erstmals seit vielen Jahren trifft eine Krise den Tourismus in Interlaken mit voller Wucht. Doch trotz massivem RĂŒckgang der LogiernĂ€chte und damit einem Grossteil der Einnahmen, konnte die TourismusOrganisation Interlaken (TOI) ihre finanzielle Situation stabilisieren.

Bei einer Abnahme der LogiernĂ€chst von ĂŒber 1 Million im Jahr 2019 auf knapp 430’000 im Jahr 2020 ist der Verlust von nicht einmal 14’000 Franken vergleichsweise tief. Dies war aber nur dank der frĂŒhen Erkennung der schwierigen Lage und dem sofortigen Einleiten von Massnahmen möglich, wie Daniel Sulzer, Direktor von Interlakten Tourismus gegenĂŒber Radio BeO sagt. Der Kanton Bern habe bereits frĂŒh entschieden, dass es Kompensationsmittel fĂŒr Beherbergungsabgaben gĂ€be.

Es sei zu einfach, zu behaupten, dass Interlaken in den vergangenen Jahren zu sehr auf diese oder jene GĂ€ste gesetzt habe, stellt TOI in einer Medienmitteilung fest. TOI stelle sich laufend die Frage nach den richtigen MĂ€rkten und Segmenten. So analysierte sie bereits vor der Coronapandemie laufend die touristische Lage und entschied beispielsweise im Herbst 2019 wieder stĂ€rker auf Europa und damit auch auf die Schweiz zu fokussieren. Der Fokus wurde vermehrt auf Menschen auf der Suche nach Action und Familien gelegt, so Daniel Sulzer. Dazu wurden auch Influencer beauftragt, aktiv fĂŒr die Tourismusregion Interlaken inklusive den VorzĂŒgen fĂŒr Familien zu werben.

Mit dem Projekt „Interlaken 2030“ soll die Weiterentwicklung sichergestellt werden.
15 ausgewiesene Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Gewerbe, Politik und  touristischen Bereichen erarbeiten zusammen unter der Leitung der TOI «Interlaken 2030». Moderiert wird der Prozess von Prof. Dr. Pietro Beritelli, Tourismusund Regionalentwickler der Uni St. Gallen. Neben kurzund mittelfristigen Projekten und Initiativen, um den Tourismus aus der Krise zu heben, wird ein gemeinsam geteiltes Zukunftsbild mit einem «10PunkteProgramm» von Interlaken als Destination, und fĂŒr die TOI als selbstĂ€ndige, funktionierende und unterstĂŒtzende Organisation, erarbeitet.

(text:pd&chl/bild:pd)