3 Mai 2022

Initiativkomitee will die Knallerei mit Feuerwerk verbieten

Am 1. August und an Silvester sollen Privatpersonen keine lauten Feuerwerke mehr abbrennen dĂŒrfen. Das wollen ein Initiativkomitee und mehrere Umwelt- und Tierschutzorganisationen in die Verfassung schreiben.

Am Dienstag wurde die Initiative „FĂŒr die EinschrĂ€nkung von Feuerwerk“ im Bundesblatt veröffentlicht. Die Initiantinnen und Initianten haben bis am 3. November 2023 Zeit, die fĂŒr das Zustandekommen nötigen 100’000 Unterschriften zusammenzubekommen.

Sie wollen Menschen, Tiere und die Umwelt vor lĂ€rmigem Feuerwerk schĂŒtzen, wie sie in einer Mitteilung schreiben. DafĂŒr fordern sie ein Verbot von Feuerwerkskörpern, die LĂ€rm erzeugen. Diese sollen in der Schweiz weder verkauft noch abgebrannt werden dĂŒrfen.

Laute Feuerwerke wollen die Initiantinnen und Initianten nur noch an ĂŒberregionalen AnlĂ€ssen zulassen. Die zustĂ€ndigen Kantone sollen auf Gesuch hin knallende Feuerwerke bewilligen dĂŒrfen.

Private hingegen sollen – etwa an der Bundesfeier am 1. August und an Silvester – nur noch Feuerwerke abbrennen dĂŒrfen, die keinen LĂ€rm erzeugen. Nicht nur sensible Menschen und kleine Kinder, sondern auch Haus- und Wildtiere versetze die Knallerei in Stress und Panik, oft ĂŒber mehrere Tage, schreibt das Initiativkomitee zu seinem Begehren.

In Kraft treten mĂŒssten die EinschrĂ€nkungen spĂ€testens zwei Jahre nach der Annahme des neuen Verfassungsartikels 74a durch Volk und StĂ€nde. Artikel 74 der Bundesverfassung regelt bereits den Schutz des Menschen und seiner natĂŒrlichen Umwelt vor schĂ€dlichen oder lĂ€stigen Einwirkungen.

Das Komitee wird nach eigenen Angaben von Umwelt- und Tierschutzorganisationen unterstĂŒtzt. Darunter sind der Schweizer Tierschutz (STS), der Wildtierschutz Schweiz, Stiftung Tier im Recht, die Schweizerische Kynologische Gesellschaft, Pro Natura, Greenpeace Schweiz und die LĂ€rmliga Schweiz.

Zu den UnterstĂŒtzern gehört der als „Mister Corona“ bekannt gewordene Daniel Koch. Er war zu Beginn der Pandemie als Leiter der Abteilung „Übertragbare Krankheiten“ beim Bundesamt fĂŒr Gesundheit (BAG) bekannt geworden. Politikerinnen und Politiker aus dem bĂŒrgerlichen und dem links-grĂŒnen Lager hĂ€tten ebenfalls ihre UnterstĂŒtzung zugesagt, schreiben die Initiantinnen und Initianten.

(text:sda/bild:unsplash)