In Chiasso müssen Hundebesitzer den Urin ihrer Hunde neu wegputzen
Die Gemeinde Chiasso TI hat eine in der Schweiz einzigartige Verordnung eingeführt: Hundebesitzerinnen und -besitzer sind verpflichtet, den Urin ihrer Tiere auf Gehwegen und an Hausfassaden zu beseitigen.
Bei Zuwiderhandlung droht eine Busse von 100 Franken. „Die neue Gemeindeverordnung sei Mitte Juni verabschiedet worden“, teilte ein Sprecher der Kanzlei der Grenzstadt der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. „Sie werde aber erst Mitte August nach einer Sensibilisierungsphase für die Bevölkerung wirksam eingeführt.“
Die Gemeinde Chiasso zähle 500 Hunde und die Massnahme betreffe nur Besitzer, deren Tiere auf die Gehwege und an die Fassaden im Stadtzentrum urinierten. Man habe sich aus Hygienegründen und wegen der durch die hohen Temperaturen in den letzten Wochen verschärften Geruchsbelästigung entschieden, diese Busse einzuführen, wie dies in einigen europäischen Städten bereits der Fall sei. Um die neue Verordnung einzuhalten, müssten Hundebesitzer, die ihre Tiere in der Stadt ausführten, eine Wasserflasche mit sich führen, um den Urin ihrer Tiere wegzuspülen.
„Besitzer, die das neue Gesetz nicht respektieren, erhalten eine erste Verwarnung und werden im Wiederholungsfall gebüsst“, präzisierte der Sprecher der Kanzlei. Er betonte, die Kontrollen würden von der Stadtpolizei im Rahmen ihrer normalen Überwachungstätigkeit durchgeführt.
Die Stadt Locarno teilte am Freitag mit, dass sich die Gemeindebehörden nächste Woche mit dem Thema befassten. Sie könnte in Erwägung ziehen, die gleiche Massnahme wie die in Chiasso verabschiedete einzuführen.
(text:sda/bild:keystone)