22 Dezember 2021

Impfzentren in Fribourg wegen Personalmangels geschlossen

Weil das Personal fehlt, schliesst der Kanton Fribourg die Impfzentren in Granges-Paccot und Bulle w├Ąhrend eines Teils der Festtage oder schr├Ąnkt den Betrieb ein. Der Entscheid wirft hohe Wellen im Kanton.

Die Beh├Ârden begr├╝nden ihren Entscheid mit der Ersch├Âpfung des Personals. Die Freisinnigen und ihre Jugendsektion kritisieren, es sei nicht akzeptabel, “die Freiburgerinnen und Freiburger zur Impfung aufzufordern und ihnen gleichzeitig die M├Âglichkeit dazu zu nehmen”. In einer Mitteilung fordern die Freisinnigen den Staatsrat auf, “alles zu unternehmen, um die Impfung fortzusetzen”.

Kritik gab es am Mittwoch auch von der Mitte und von der GLP. Letztere sprach von mangelnder Planung und Voraussicht.

Wie andere Westschweizer Kantone wird auch der Kanton Fribourg seit Kurzem vor├╝bergehend von der Armee unterst├╝tzt. Doch diese Verst├Ąrkung m├╝sse zuerst ausgebildet werden, erkl├Ąrte Christophe Monney, stellvertretender Kantonsarzt, in einem Bericht der Tageszeitung “La Libert├ę” vom Mittwoch.

Derzeit sei die Abwesenheitsrate beim Personal sehr hoch und es sei schwierig, Personal rekrutieren zu k├Ânnen. Monney sprach von einem grossen Ersch├Âpfungszustand. Das Personal m├╝sse daher geschont werden.

Die Freiburger Kantonsregierung betonte am Mittwoch, dass ab Mitte Januar 20’000 Impfungen pro Woche zur Verf├╝gung stehen. In Regionen ohne Impfzentrum k├Ąmen mobile Teams zum Einsatz.

Eine Neuerung gibt es im Zusammenhang mit dem kantonalen Testzentrum in Granges-Paccot. Dieses zieht wieder ins Forum Freiburg, wo es schon einmal beheimatet war.

Wegen steigender Fallzahlen und den neu wieder gratis durchgef├╝hrten Antigentests stand das Zentrum unter Druck, wie die Beh├Ârden mitteilten. Sowohl f├╝r die Nutzenden wie auch das Personal mussten dringend gr├Âssere R├Ąumlichkeiten gefunden werden.

(text:sda/bild:unsplash)