Immobilienpreise steigen trotz mehr neuer Wohnungen
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(02:48)
Der Immobilienmarkt im Kanton Bern entwickelt sich weiterhin positiv. Dies zeigt der Immobilienmarktbarometer der BEKB. Trotz geopolitischer Unsicherheiten und steigender Zinsen im Ausland sind die Preise für Wohneigentum im Herbst 2026 erneut gestiegen. In den vergangenen zwölf Monaten verteuerten sich Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen im Kanton Bern um 3,1 Prozent. Schweizweit betrug der Anstieg 3,3 Prozent. Auch die Mieten für neu ausgeschriebene Wohnungen sind weiter gestiegen.
Am stärksten stiegen die Eigenheimpreise innerhalb eines Jahres in Obersimmental-Saanen (+5,4%), gefolgt vom Oberaargau (+3,6%) und Thun (+3,3%). Der Markt in Obersimmental-Saanen ist stark vom Zweitwohnungssegment und von internationaler Nachfrage geprägt.

(bild:pd)
Im Kanton Bern wird wieder mehr Wohnraum geschaffen: Gemäss provisorischen Daten wurden 2025 rund 3200 neue Wohnungen fertiggestellt, ein Viertel mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig ging die Nettozuwanderung aus dem Ausland um rund 30 Prozent zurück, während seit 2022 die Zahl der Todesfälle jene der Geburten übersteigt. Auch für 2026 zeichnet sich nach vorläufigem Stand eine Fortsetzung beider Bevölkerungstrends ab. Zusammen mit dem wachsenden Wohnungsangebot könnte dies den Markt mittel- bis langfristig entlasten. Vorerst steigen die Preise für Wohneigentum jedoch weiter, erklärt Noëmi Capelli, Ökonomin der BEKB, gegenüber Radio BeO. Deshalb rät sie Interessierten auch nicht, beim Kauf von Eigenheim nun auf sinkende Preise zu warten.
(text:pd&chl/bild:unsplash)