14 Dezember 2021

Im Kanton Bern sterben pro Jahr 2 Personen beim Skitourenfahren

Im Kanton Bern sterben pro Jahr 2 Personen beim Skitourenfahren. Das zeitg eine Statistik von der Beratungsstelle fĂŒr UnfallverhĂŒtung, kurz BFU. In der ganzen Schweiz sind es sogar 19 Tote. Die grösste Gefahr sind Lawinen. Immer mehr Menschen widmen sich gemĂ€ss der Studie «Sport Schweiz 2020» dem Tourengehen mit Ski oder Snowboard, einer AktivitĂ€t, die einzigartige Wintermomente verspricht. Die Zahl der SkitourengĂ€ngerinnen und SkitourengĂ€nger hat sich seit 2014 mehr als verdoppelt, auf 3,4 % der Schweizer Wohnbevölkerung. Hauptgrund dafĂŒr sind Lawinen (66 %). Zum Vergleich: Beim Ski und Snowboardfahren auf den Pisten, die vor Lawinen gesichert sind, sterben im Schnitt 5 Personen. Dies, obwohl diese beiden Sportarten hierzulande von viel mehr Menschen betrieben werden als das Skitourengehen (Skifahren 34,9 % der CHBevölkerung, Snowboarden 5,3 %).

Skitouren sind anspruchsvoll, und es gibt in der Schweiz kaum signalisierte und gesicherte Routen. FĂŒr die Beurteilung des Lawinenrisikos ist man deshalb meist selbst verantwortlich. Kenntnisse in La- winenkunde und eine grĂŒndliche Planung sind Pflicht, um sich und andere vor Lawinen zu schĂŒtzen. Diese Kenntnisse erlangt man zum Beispiel in Kursen. Unerfahrene schliessen sich am besten einer Gruppe unter lawinenkundiger Leitung an.

(text:lv&pd/bild: