Im Juli über 10 Prozent mehr Arbeitslose als im Vorjahresmonat
Die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Bern erhöhte sich im Juli 2026 um 132 Personen auf 12 251. Die Arbeitslosenquote stieg von 2,1 auf 2,2 Prozent (Schweiz: von 2,9 auf 3,0 Prozent). Neben der Zunahme bei den Ausbildungsabgängerinnen und -abgängern verzeichnete insbesondere die Branche Erziehung und Unterricht steigende Arbeitslosenzahlen. Bereinigt um die jahreszeitlichen Effekte ist die Arbeitslosigkeit im Kanton Bern stabil geblieben. Im Vergleich zu den letzten Jahren kennt die Arbeitslosigkeit im Kanton Bern allerdings nur eine Richtung: Nach oben.
Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli hat vorwiegend saisonale Effekte: Da nicht alle Ausbildungsabgängerinnen und -abgänger sofort eine Anschlusslösung finden, steigt die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen (15- bis 24-Jährige) im Sommer jeweils an. So sind in dieser Alterskategorie im Vergleich zum Vormonat 65 Personen mehr arbeitslos (insgesamt 1248). Auch in der Branche Erziehung und Unterricht führt der Wechsel der Schuljahre jeweils zu vorübergehend höheren Arbeitslosenzahlen (+81 Personen).
Bereinigt um die saisonalen Einflüsse blieb die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat stabil. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote beträgt 2,3 Prozent (Details zur Saisonbereinigung siehe Hinweis).
In vier von zehn Verwaltungskreisen nahm die Arbeitslosigkeit leicht zu. In den übrigen Verwaltungskreisen nahm sie ab oder blieb unverändert. Die Spannweite der Arbeitslosenquote in den Verwaltungskreisen geht von 0,8 (Obersimmental-Saanen) bis 4,5 Prozent (Biel/Bienne).
Verglichen mit dem Juli 2025 sind 1337 Personen mehr arbeitslos, ein Plus rund 10 Prozent. Gravierender ist der Blick in die letzten Jahre: Im Vergleich zum Juli 2024 (9438 Personen) sind es knapp 30 Prozent, zum Juli 2023 (7192) gar über 70 Prozent.
(text:pd,csc/bild:unsplash)