20 Januar 2022

Hacker stehlen IKRK-Daten von mehr als 500’000 Menschen

Das Internationale Rote Kreuz hat am Mittwoch eine gross angelegte Cyberattacke auf seine in der Schweiz gespeicherten Daten gemeldet. Generaldirektor Robert Mardini richtet einen dringenden Aufruf an die Hacker.

Das Internationale Rote Kreuz (IKRK) in Genf teilte mit, durch den Angriff seinen personenbezogene Daten und vertrauliche Informationen ├╝ber mehr als 515.000 besonders bed├╝rftige Menschen kompromittiert worden.

Der Generaldirektor des Internationalen Roten Kreuzes, Robert Mardini, hat auf der IKRK-Internetseite einen dringenden Aufruf an die Hacker gerichtet. „Ihr Handeln k├Ânnte m├Âglicherweise noch mehr Leid und Schmerz ├╝ber diejenigen bringen, die bereits uns├Ągliches Leid ertragen haben. Die Menschen, die Familien hinter den Informationen, die Sie jetzt haben, geh├Âren zu den am wenigsten M├Ąchtigen der Welt. Bitte tun Sie das Richtige. Geben Sie diese Daten nicht weiter, verkaufen Sie sie nicht, lassen Sie sie nicht durchsickern und verwenden Sie sie nicht anderweitig.“

Das Rote Kreuz teilte mit, es gebe zur Zeit keine Hinweise darauf, wer die Cyberattacke durchgef├╝hrt habe. Generaldirektor Robert Mardini betonte, ein Angriff auf die Daten vermisster Personen mache die ├ängste und das Leid f├╝r die Familien noch schwerer zu ertragen. Das Rote Kreuz sei entsetzt und fassungslos, dass diese humanit├Ąren Informationen ins Visier genommen und kompromittiert werden k├Ânnten. „Dieser Cyberangriff gef├Ąhrdet die Menschen, die bereits auf humanit├Ąre Hilfe angewiesen sind, noch mehr.“

(text&bild:sda)