23 Januar 2026

Hydranten werden laufend abgebaut

Ein neues schweizweites Gesetz ermöglicht es der Feuerwehr des Kantons Bern, ihre alten Hydranten teilweise abzubauen. Wähernd das alte rund 30-jährige Gesetz verlangte, dass in dicht besiedelten Gebieten alle 50 m ein Hydrant vorhanden ist, sind es nun noch 200 m, erklärt Peter Frick, kantonaler Feuerwehrinspektor, zu Radio BeO. Möglich macht es die moderne Ausrüstung, wie wasserführende Fahrzeuge und wassersparende Einsatztaktiken. Dies zeigt sich auch in den Investitionen der Gebäudeversicherung Bern. 2025 wurden 1.35 Millionen Franken in die Löschwasserversorgung investiert und somit 400’000 Franken weniger als 2024. Die Reduktion ist darauf zurückzuführen, dass nicht mehr alle alten Hydranten ersetzt werden. Weiter erklärt Peter Frick, dass heute bereits über 80 Prozent der Löscheinsätze ohne Hydranten ausgeführt werden können.

Die 160 Feuerwehrorganisationen im Kanton Bern rückten im vergangenen Jahr insgesamt 9’753-mal aus (2024: 9’937 Einsätze). Die meisten Einsätze (2’648 Einsätze, –5 %) wurden wie im Vorjahr aufgrund von automatischen Alarmierungen ausgelöst, beispielsweise wenn eine Brandmeldeanlage in einem Gebäude Rauch detektiert hatte, gefolgt von Einsätzen aufgrund von Hilfeleistungen (2’252, +2 %). Die grösste Zunahme ist bei Ereignissen auf Bahnanlagen zu verzeichnen (40 Einsätze, +48 %), die grösste Abnahme bei Elementarereignissen (1’001, –21 %). Weil es deutlich weniger Unwetter gab, mussten die Feuerwehren auch weniger ausrücken.

(text:chl&pd/bild:unsplash)