23 Oktober 2026

Hübelitunnel oder Aarequerung Süd – wie soll die Verkehrszukunft aussehen?

«Hübelitunnel oder Aarequerung Süd – welches ist die beste Langzeitoption für die Region Thun?» Diese Frage stellt sich der Entwicklungsraum Thun (ERT) im Projekt «Verkehrszukunft Region Thun», welches bis 2028 klären soll, ob und welche Tunnelvariante als Langzeitoption in die Agglomeration einfliessen könnte.

Das Projekt «Verkehrszukunft Region Thun» knüpft an die vom Entwicklungsraum Thun (ERT) 2023 durchgeführte «Verkehrsstudie Thun Innenstadt – rechte Seeseite» an. Die Studie, die
unter Einbezug von Vertreterinnen und Vertretern von Gemeinden, Organisationen und Quartierleisten erarbeitet wurde, weist die grundsätzliche Machbarkeit und Zweckmässigkeitvon drei Lösungsansätzen zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Thuner Innenstadt und am rechten Thunerseeufer nach.

Zum einen handelt es sich dabei um die sogenannte «Gesamtverkehrsvariante». Diese umfasst diverse Massnahmen wie eine ausgebaute Hangbuslinie, eine attraktive Veloinfrastruktur mit
einer zusätzlichen Brücke für den Langsamverkehr zwischen Hofstettenstrasse und Bahnhof sowie Verbesserungen beim Verkehrsmanagement. Zum anderen handelt es sich um zwei
alternative Langfrist-Varianten für einen neuen Entlastungstunnel: den «Hübelitunnel», beziehungsweise die «Aarequerung Süd».

Mit Kosten von rund 34 Millionen Franken ist die «Gesamtverkehrsvariante» vergleichsweise kostengünstig und rasch umsetzbar. Die Gesamtverkehrsvariante wurde bereits beschlossen.
Verschiedene Massnahmen daraus sind in das Agglomerationsprogramm der 5. Generation eingeflossen. Für den Fall, dass die Entlastung durch die Gesamtverkehrsvariante nicht ausreicht, gilt es zu entscheiden, welche der beiden Tunnelvarianten im Rahmen der Agglomerationsplanung weiterverfolgt werden soll. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Beide sind vergleichsweise teuer, haben während Bau und Betrieb Auswirkungen auf die Umgebung. Sie beeinflussen die künftige Entwicklung von Stadt und Region Thun, wenn auch in unterschiedlicher Weise. Und bei beiden Tunnelvarianten gibt es offene Fragen in Bezug auf die konkrete Realisierung, etwa zur genauen Lage und Ausgestaltung der Tunnelportale.

Auch die Bevölkerung soll zu Wort kommen können, dies in der Form einer Online-Umfrage. Dem ERT sei es ein grosses Anliegen, dass sich möglichst viele Menschen aus der Region Thun äussern können. Mit der Online-Befragung sollen auch Bevölkerungsgruppen erreicht werden, welche sonst bei Planungsprozessen oft nicht zu Wort kommen würden, so der ERT, etwa Jugendliche. Die Befragung dauert rund 10 Minuten. Kürzer sei nicht möglich gewesen, so ERT-Präsident Samuel Krähenbühl, und man habe bewusst auf eine Light-Variante verzichtet.

Die Online-Befragung finden Sie hier.

(text:pd,csc/bild:pexels)