14 Juni 2023

Hotellerie blickt mit Zuversicht auf die Sommersaison

Die Schweizer Hoteliers haben wieder ein breites LĂ€cheln auf den Lippen. Nach zwei turbulenten Jahren scheint der Optimismus in die Branche zurĂŒckgekehrt zu sein. Die Hauptsorge bleibt der ArbeitskrĂ€ftemangel, so der Tenor am Mittwoch beim Branchentreffen ‘Hospitality Summit’ in ZĂŒrich.

Vor dem Hintergrund der hohen Nachfrage wird der Personalmangel in der Branche noch akuter. “Wir mĂŒssen jeden Tag darum kĂ€mpfen, um Personal zu finden”, beklagt FrĂ©dĂ©ric Boson, Generaldirektor von Swiss Hotel Properties. Die Pandemie habe dieses strukturelle Problem verstĂ€rkt und das hĂ€nge wohl auch mit einer mangelnden WertschĂ€tzung dieser Berufe zusammen.

Die Löhne zu erhöhen, wie von den Gewerkschaften gefordert, scheint fĂŒr die Hoteliers nicht die Lösung zu sein. Vielmehr mĂŒsse man sich bemĂŒhen, die Rahmenbedingungen als Ganzes zu verbessern. “In Zermatt eröffnen wir kein Hotelzimmer, ohne einen Ort fĂŒr das Personal zu schaffen”, erklĂ€rt er. Zudem mĂŒssten Anreize wie Weiterbildungen oder PrĂ€mien die Branche attraktiver machen.

Der Mangel an Mitarbeitern macht sich denn auch direkt im Portemonnaie bemerkbar: GemĂ€ss SchĂ€tzungen der Schweizer Hotellerie entgingen der Branche im vergangenen Jahr UmsĂ€tze in Höhe von 650 Millionen Franken, weil nicht genĂŒgend Personal rekrutiert werden konnte.

(text:sda/bild:sda)