14 Dezember 2023

Hochwasserlage im Kanton Bern trotz Beruhigung weiter angespannt

Nach den intensiven Niederschl├Ągen in der Schweiz hat sich die Hochwasserlage am Donnerstag in einigen Landesteilen teilweise beruhigt. In anderen stiegen die Pegelst├Ąnde der Gew├Ąsser weiter an.

In Teilen des Kanton Berns blieb die Hochwasserlage angespannt. Die Pegelst├Ąnde verharrten auf hohem Niveau. Der Pegel des Bielersees lag am am Donnerstagmorgen mit 430,41 Metern sechs Zentimeter ├╝ber der Hochwassergrenze.

Der Wert ist seit Mittwochmittag stabil, wie aus den Zahlen des Kantons Bern hervorgeht. Gem├Ąss Prognose d├╝rfte der Pegel bis Freitagabend praktisch unver├Ąndert hoch bleiben und dann zur├╝ckgehen.

Auf hohem Niveau stabil blieben auch die Werte am Thunersee und entlang der Aare. ├ťberflutete Uferwege waren weiterhin gesperrt. In der Stadt Bern sollen die Hochwasserschutzmassnahmen, darunter Beaver-Schl├Ąuche, ├╝bers Wochenende bestehen bleiben.

Der Neuenburgersee, der unter anderem den ├ťberschuss des Bielersees aufnimmt, erreichte am Donnerstagmorgen an der Messstation Grandson am Nordufer einen Pegelstand von 430,2 Meter, rund 20 Zentimeter mehr als am Vortag. „Wir sind nun sicher, dass der kritische Wert von 430,6 Meter am Samstagmorgen erreicht wird“, sagte Denis Froidevaux, Chef des kantonalen F├╝hrungsstabs des Kantons Waadt, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Um Platz zu schaffen f├╝r neue Niederschl├Ąge, hat das Bundesamt f├╝r Umwelt (Bafu) die Steigerung des Abflusses aus den praktisch vollen Jurarandseen beschlossen – zusammen mit Anrainerkantonen von Bieler-, Murten- und Neuenburgerseee und den Aare-Kantonen unterhalb des Bielersees.

Nach mehrheitlich sonnigen Tagen d├╝rfte es auf der Alpennordseite am n├Ąchsten Mittwoch erstmals wieder Niederschl├Ąge geben. Mit etwas tieferen Temperaturen um die 5 Grad im Flachland sinkt dabei auch die Schneefallgrenze auf etwa rund 1000 Meter herab.

(text:sda/bild:beo/tar)