15 M├Ąrz 2022

Hochansteckende Newcastle-Krankheit bei Gefl├╝gelbetrieb im Jura

Auf einem Gefl├╝gelbetrieb im Jura ist die hochansteckende Newcastle-Krankheit ausgebrochen. Die betroffenen Legehennen sollen get├Âtet werden. Das Bundesamt f├╝r Lebensmittelsicherheit und Veterin├Ąrwesen (BLV) hat eine Schutz- und eine ├ťberwachungszone eingerichtet.

Der Ausbruch der Newcastle-Krankheit betrifft einen Betrieb mit ungef├Ąhr 15’000 Legehennen in Develier im Kanton Jura, wie das BLV am Dienstag mitteilte. Die Herkunft der Krankheit sei derzeit noch unbekannt. Der Kanton leite zusammen mit dem BLV die n├Âtigen Vorkehrungen ein, dazu geh├Âre die Keulung der betroffenen Legehennen.

Damit sich das hochansteckende Virus nicht weiterverbreite, habe der kantonale Veterin├Ąrdienst den betroffenen Betrieb gesperrt. Die Veterin├Ąrbeh├Ârden richten eine Schutzzone von ungef├Ąhr drei Kilometern und eine ├ťberwachungszone von rund zehn Kilometern rund um den Betrieb ein, wie es weiter hiess.

Der letzte Fall von Newcastle-Krankheit trat im Januar 2022 im Kanton Z├╝rich auf. Laut BLV gibt es keine Hinweise darauf, dass ein Zusammenhang mit diesem Fall besteht. Seit dem Jahr 2017 war die Schweiz frei von der Seuche.

Von der Newcastle-Krankheit sind vor allem H├╝hnerv├Âgel betroffen, aber auch G├Ąnse, Enten, Tauben, Zier- und Wildv├Âgel. Eine Ansteckung kann symptomlos verlaufen, aber auch schwere gesundheitliche Konsequenzen f├╝r infizierte Tiere haben. Die von der Krankheit betroffenen Tiere legen weniger oder gar keine Eier mehr oder Eier mit zu d├╝nner und verf├Ąrbter Schale.

Die durch ein Virus verursachte Krankheit gilt als hochansteckend und wird ├╝ber die Luft oder durch direkten Kontakt ├╝bertragen. Sie kann sich auch indirekt ├╝ber Personen, Gefl├╝gelprodukte oder Eierkartons ausbreiten. In seltenen F├Ąllen k├Ânne bei Personen, die sehr engen Kontakt zu kranken Tieren hatten, eine Bindehautentz├╝ndung auftreten. Der Verzehr von Gefl├╝gelfleisch oder Eiern sei unbedenklich.

(text:sda /bild:keystone)