28 März 2022

Helene Fischer & Sunrise Avenue begeistern

Die Kulisse rund um den neuen Austragungsort beim Grindelwald Terminal am Fusse des Eigers feierte Premiere. So eine war das zweitägige SnowpenAir auch für einige der auftretenden Künstlerinnen und Künstler. So stand Helene Fischer nach langer Pause wieder auf der Bühne. Die Freude darüber war der Sängerin und ihrer Band anzumerken. Über zwei Stunden spielte und sang sie sich durch Lieder aus dem neuen Album «Rausch», aber auch Hits wie «Atemlos» und «Unser Tag» durften nicht fehlen. Die rund 9’500 Zuhörerinnen und Zuhörer waren restlos begeistert. Zu einem überraschenden Auftritt am SnowpenAir kam es für die Kärntnerin Melissa Naschenweng. Sie sprang sehr kurzfristig für die an Corona erkrankte Francine Jordi ein. Die 31 Jährige sorgt seit zwei Jahren für Furore mit ihrem «LederHosenRock». So heisst denn auch ihr neustes Album von dem sie am Sonntag einige Kostproben zum Besten gab. Den Bermudas aus Wilderswil kam die Ehre zu, den Sonntag und damit zweiten Festivaltag zu eröffnen. Mit ihren Coverversionen brachten sie bereits einen grossen Teil des Publikums zum Tanzen und Mitsummen.

Rockiger Samstag
Die Eröffnung am Samstag erfolgte ebenfalls durch eine lokale Coverband, den Crazy Mofos, die auf dem Bödeli beheimatet sind. Danach bestach die Walliserin Stefanie Heinzmann mit ihrer unverwechselbaren, souligen Stimme. Zu ihren Hits konnte das Publikum bereits die Stimmbänder wärmen, bevor es dann bei Patent Ochsner vollends zur Sache ging: Viele Lieder der Berner Band sind schon lange zum Volksgut geworden. So zeigte sich ein grosser Teil der 11’000 Musikbegeisterten textsicher und genoss es sichtlich endlich wieder einmal aus voller Kehle mitzusingen.
Der Abschluss am Samstag gehörte den Headlinern von Sunrise Avenue. Leadsänger Samu und die gesamte Band waren bereits einige Tage früher zum Skifahren und Snowboarden in der Jungfrau Ski Region angereist. Dank der guten Wintersportverhältnisse konnten sie die Woche voll geniessen und zeigten sich entsprechend spielfreudig.

Neuer Austragungsort beim Grindelwald Terminal
Der neue Austragungsort auf dem leicht aufsteigenden Areal in Grindelwald Grund mit Blick auf den Grindelwald Terminal und die Talstation des Eiger Express brachte bei der Planung durch den Umzug von der Kleinen Scheidegg runter nach Grindelwald einige logistische Erleichterungen, aber auch neue Herausforderungen mit sich. So zeigte sich am ersten Festivaltag, dass es Engpässe und längere Wartezeiten beim Einlass gab. Am Sonntag lief es dank der umgesetzten Massnahmen dann reibungslos. «Ich freue mich sehr, für die Künstlerinnen und Künstler, das Publikum und alle Helferinnen und Helfer, dass wir diesen zweitägigen Anlass nach zwei Jahren Pause erfolgreich über die Bühne bringen konnten», sagte Urs Kessler, Festival-Gründer und Direktor der Jungfraubahnen. Ein grosser Teil der Planung begann am neuen Austragungsort bei Null. «Ich bin erschöpft, aber glücklich», fasste Kessler die zwei Tage zusammen. Dass das SnowpenAir nicht mehr an seinem ursprünglichen Ort bei der Kleinen Scheidegg stattfinden konnte, ist einem Deal rund um das Generationenprojekt V-Bahn geschuldet. Die Einsprecher gegen das Projekt, die Inhaber des Hotels Bellevue auf der Kleinen Scheidegg, waren nur dann bereit, ihre Einsprache zurückzuziehen, wenn es künftig am bisherigen Standort kein SnowpenAir mehr gibt. Für das diesjährige SnowpenAir wurden rund 250 Tonnen Material verbaut. Gegen 300 Helferinnen und Helfer standen im Einsatz. Das Konzert-Budget betrug 2,3 Millionen Franken.

(text:pd/bild:jungfraubahnen-zvg)