30 August 2021

Heimberg: Hochwasserschutz an der Zulg geht in Mitwirkung

Die Gemeinde Heimberg legt den Wasserbauplan ¬ęHochwasserschutz und L√§ngsvernetzung Zulg Heimberg¬Ľ vom 06.09.2021 bis am 22.10.2021 zur √∂ffentlichen Mitwirkung auf. W√§hrend der Auflagefrist kann das Projektdossier auf den Gemeindeverwaltungen Heimberg und Steffisburg eingesehen werden. Zus√§tzlich wird das Dossier auf der Webseite der Gemeinde Heimberg aufgeschaltet. Am Mittwoch, 08.09.2021 um 19 Uhr findet in der Aula Heimberg eine Informationsveranstaltung statt. Die interessierte Bev√∂lkerung, Interessensgruppen und Vereine sind eingeladen zum Wasserbauplan Stellung zu nehmen. Die Mitwirkungseingaben k√∂nnen frei formuliert der Bauverwaltung Heimberg zugestellt oder via standardisiertem Fragebogen eingebracht werden. Der Link zum Fragebogen ist auf der Webseite der Gemeinde Heimberg verf√ľgbar.

Hochwasserschutz: Auf dem Zulgabschnitt zwischen Bernstrasse und Aare bestehen vor allem bei den Br√ľcken Hochwasserschutzdefizite. Auf diesen Abschnitten ist das bestehende Gerinne auf freier Strecke gen√ľgend gross, bei den Br√ľcken jedoch kann das geforderte Freibord nicht eingehalten werden. Um die Anforderungen an die Hochwassersicherheit bei einem 100-j√§hrlichen Ereignis zu erlangen, soll die Sohle im Bereich Bernstrasse um 25 cm, bei der BLS-Br√ľcke um rund 1 m abgesenkt werden.

L√§ngsvernetzung: Aus √∂kologischer Sicht ist der Zustand der Zulg heute unbefriedigend. Die beiden mehrere Meter hohen Betonsperren bei der M√ľndung in die Aare, sowie auch die zahlreichen Sohlschwellen verhindern in Bezug auf kleinere Fischarten den Fischaufstieg. Im kanalisierten Gerinne fehlen Lebensr√§ume und Laichpl√§tze. Im Bereich der Sohlenabsenkung werden die √úberg√§nge zur tieferen Sohle mittels drei Traversensystemen aus Blockriegeln gesichert. Durch das Projekt wird zusammen mit dem Hochwasserschutzprojekt der Gemeinde Steffisburg die uneingeschr√§nkte Fischg√§ngigkeit der heute abgeschnittenen Zulg wieder hergestellt.

Aufweitung: Mit der Aufweitung der Zulg auf bis zu 75 m morphologische Gerinnebreite wird die Sohle vergr√∂ssert und strukturiert. Zus√§tzlich werden auch die Uferbereiche aufgewertet. Die Aufweitung soll sich soweit als m√∂glich eigendynamisch entwickeln k√∂nnen. Dies ist einerseits √∂kologisch interessant und spart andererseits auch Kosten, weil nur ein Minimum maschinell ausgehoben wird, w√§hrend die Zulg das √ľbrige Material selbst abtr√§gt.

In der Aare herrscht ein Geschiebedefizit und deren Sohle hat sich in den letzten 100 Jahren immer weiter eingetieft. Dies kann unter anderem f√ľr die Trinkwasserversorgung im Aaretal und der Region Bern problematisch werden. Durch die Aufweitung der Zulg und die Absenkung der M√ľllerschwelle im Projekt ¬ęHochwasserschutz und L√§ngsvernetzung Zulg Steffisburg¬Ľ wird der Geschiebetransport aus der Zulg in die Aare verbessert.

Die Aufweitung der Zulgm√ľndung schafft zudem einen attraktiven Naherholungsraum. Die bestehende Grillstelle und die Uferwege werden lediglich um die Aufweitung verschoben und wieder aufgebaut.

Kalisteg: Aufgrund der Sohlenabsenkung nimmt die Uferl√§nge zu und der Kalisteg muss neu gebaut werden. Der Kalisteg wird aus baulichen Gr√ľnden um ca. 10 m stromaufw√§rts versetzt. Der neue Steg wird gebaut, bevor der bestehende Kalisteg abgerissen wird.

(text:pd/bild:zvg/gemeindeheimberg)