28 Dezember 2021

„Heiler von Bern“ muss im geschlossenen Vollzug bleiben

Der selbsternannte „Heiler“, der 2015 wegen vors├Ątzlicher Ansteckung von mindestens 16 Menschen mit HIV zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt worden war, erh├Ąlt keine Hafterleichterungen. Das Berner Obergericht lehnte eine Versetzung in den offenen Vollzug ab.

├ťber den entsprechenden Beschwerdeentscheid berichtete am Dienstag die „Berner Zeitung“. Gem├Ąss der 2. Strafkammer des Obergerichtes sprechen sowohl R├╝ckfall- als auch Fluchtgefahr gegen Lockerungen des Vollzugs – wie zum Beispiel begleitete Ausg├Ąnge.

Auch die Tatsache, dass der Verurteilte inzwischen die H├Ąlfte seiner Strafe abgesessen habe, f├╝hre nicht automatisch zu einer Versetzung in den offenen Vollzug, heisst es im Obergerichts-Entscheid vom 15. November, welcher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt,

Der selbsternannte „Heiler“ hat die Vorw├╝rfe gegen ihn stets bestritten. Der ehemalige Musiklehrer soll den 16 Opfern bei Akupunkturbehandlungen oder Meditationen in seiner Wohnung das HI-Virus injiziert haben.

Blut und anderes biologisches Material erhielt er insbesondere von einem seiner Musiksch├╝ler. Er legte sich ein eigenes HIV-Reservoir an. Das Bundesgericht best├Ątigte seine Verurteilung 2015 in letzter Instanz.

(text:sda / bild:keystone)