20 Juni 2021

Heftige Hagelgewitter ├╝ber der Schweiz niedergegangen

Mehrere Gewitterfronten haben in Teilen der Schweiz am Sonntag heftigen Hagel, Starkregen und Sturm verursacht. Lokal kam es zu ├ťberschwemmungen und Sch├Ąden. Der Bund hatte zuvor vor grosser Gefahr gewarnt.

Die ersten Gewitterzellen erreichten das Land am Nachmittag von Westen her. Sie zogen zun├Ąchst ├╝ber die Genferseeregion, das Freiburger Land sowie Teile des Kantons Bern, die Zentralschweiz und weiter nach Osten. Am Abend folgte eine weitere Gewitterlinie. ├ťber 36’000 Blitze, davon rund 10’000 im Kanton Z├╝rich, registrierte der Wetterdienst Meteonews bis am Abend.

In Charmey FR prasselten gem├Ąss den Wetterdiensten bis zu 31 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. In Grenchen SO brausten Sturmb├Âden mit bis zu 118 Kilometern pro Stunde. Orkanb├Âen gab es auch in den Hochalpen.

Aus den Kantonen Bern und Luzern wurden Hagelk├Ârner mit Durchmessern von bis zu rund f├╝nf Zentimetern gemeldet, wie SRF Meteo berichtete. Die Gewitter brachten eine deutliche Abk├╝hlung. In Genf sanken die Temperaturen innert einer Stunde um mehr als 5 auf noch rund 18 Grad.

Im Greyerzerland formte sich ein Superzellengewitter. Von diesen besonders grossen und von heftigen Auswirkungen begleiteten Ereignissen gebe es in der Regel eines oder zwei pro Sommer, sagte Christophe Salamin, Meteorologe bei Meteoschweiz, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es sei jedoch selten, dass diese Art von Sturm ├╝ber ein bewohntes Gebiet ziehe, wie es am Sonntag der Fall war.

Im Kanton Wallis wurde die Bahnstrecke zwischen Monthey und St-Gingolph unterbrochen. Die Z├╝ge fielen wegen Unwettersch├Ąden auf unbestimmte Zeit aus.

├ťber weitere gr├Âssere Sch├Ąden war zun├Ąchst nichts bekannt. Lokal kam es zu ├╝berschwemmten Strassen, umgest├╝rzten B├Ąumen, zerbeulten Autos und kaputten Scheiben sowie ├╝berfluteten Unterf├╝hrungen, wie mehrere Medien unter Berufung auf Fotos und Videos von Augenzeugen berichteten.

Zum Abschluss der Hitzeperiode mit Temperaturen von ├╝ber 30 Grad hatte es in der Nacht auf Sonntag stellenweise noch eine Tropennacht gegeben. Rekordhalter war die Genferseeregion: So sank die Temperatur in Vevey VD in der Nacht nicht unter 23,4 Grad und in Le Bouveret VS lag der Tiefstwert bei 23,1 Grad, wie der private Wetterdienst Meteonews per Twitter bekannt gab. Von einer Tropennacht wird gesprochen, wenn die n├Ąchtlichen Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen.

(text&bild:sda)