Halbjahresbilanz der GVB: Weniger Schäden, aber höhere Gesamtschadensumme
Kaum Unwetter, dafür viele Grossbrände: Im ersten Halbjahr 2026 trieben vor allem Feuerschäden die Schadenbelastung für die Gebäudeversicherung Bern (GVB) und ihre Tochtergesellschaft GVB Privatversicherungen AG in die Höhe.
Bis zum 30. Juni 2026 wurden der GVB insgesamt 3’516 Schäden gemeldet (1. Halbjahr 2025: 5’985). Das entspricht einer Gesamtschadensumme von 37,1 Mio. Franken (1. Halbjahr 2025: 18,0 Mio. Franken). Brände verursachten Schäden in der Höhe von 30,6 Mio. Franken (1. Halbjahr 2025: 12,8 Mio. Franken), Naturgefahren schlugen mit Schäden in der Höhe von 6,5 Mio. Franken zu Buche (1. Halbjahr 2025: 5,2 Mio. Franken). Dank der positiven Entwicklung der Finanzmärkte weist die GVB ein Kapitalanlagenergebnis von 3,7 Prozent aus (1. Halbjahr 2025: 0,9 Prozent).
Bis zum 30. Juni 2026 wurden der GVB Privatversicherungen AG 8’106 Schäden gemeldet (1. Halbjahr 2025: 10’058). Das entspricht einer Gesamtschadensumme von 20,6 Mio. Franken (1. Halbjahr 2025: 20,0 Mio. Franken). Die GVB Privatversicherungen AG weist ein Kapitalanlagenergebnis von 3,6 Prozent aus (1. Halbjahr 2025: 1,4 Prozent).
Knapp die Hälfte an Schadenmeldungen und trotzdem eine doppelt so hohe Gesamtschadensumme wie zur selben Zeit im Vorjahr. Die Zahlen zeigen, dass sich insbesondere die Schadenmeldungen für Elementarschäden beinahe halbiert haben. Dies, da es im ersten Halbjahr 2026 kaum grössere Unwetter gab. In etwa gleich geblieben ist die Anzahl eingegangener Meldungen für Feuerschäden. Was hingegen deutlich zugenommen hat, ist die Gesamtschadensumme für Feuerschäden. Grund dafür sind sieben Grossbrände (Schadensumme > 1 Mio. Franken): drei in Wohnhäusern, zwei in Bauernhäusern und zwei in industriell/gewerblich genutzten Gebäuden. Diese sieben Schadenfälle haben zusammen Kosten in der Höhe von über 13 Mio. Franken verursacht.
Grund zur Sorge bereitet das Stefan, Dürig, CEO der GVB, nicht: «Die Feuerschäden haben in den vergangenen 100 Jahren kontinuierlich abgenommen. Natürlich gibt es immer wieder schadenintensivere Jahre. Ob 2026 dazu zählt, wissen wir erst Ende des Jahres.» Dass die Feuerschäden zurückgegangen sind, liegt zum einen an den Brandschutzvorschriften und der Entwicklung der Baumaterialien und Bauweise. Zum anderen an den Berner Feuerwehren: Die Interventionszeiten sind deutlich kürzer geworden, und die Löschtechnik hat sich verändert. «Dank gebührt auch allen Berner:innen! Wir merken in unserer Arbeit immer wieder, dass die Bevölkerung sensibilisierter ist und sich umsichtig verhält», unterstreicht Stefan Dürig.
(text:pd/bild:pixabay)