25 MĂ€rz 2023

Guterres nimmt LĂ€nder nach Wasserkonferenz in die Pflicht

Zum Ende der Wasserkonferenz in New York nimmt UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres die LĂ€nder beim Kampf gegen Trinkwasserknappheit in die Pflicht. Alle Hoffnung fĂŒr die Menschheit hinge davon ab, einen neuen Kurs einzuschlagen: „Sie hĂ€ngt davon ab, dass die wegweisenden integrativen und handlungsorientierten Verpflichtungen, die von den Mitgliedstaaten und anderen auf dieser Konferenz eingegangen wurden, realisiert werden“. Er spielte damit auf zahlreiche einzelne, nicht verpflichtende Massnahmen und Projekte an, die unter anderem Staaten, Nichtregierungsorganisationen und die Freie Wirtschaft bei der Konferenz in den vergangenen zwei Tagen zugesagt hatten.

„Es bedeutet, den Druck auf unser Wassersystem zu verringern“, sagte Guterres weiter. Auch mĂŒssten alternative ErnĂ€hrungssysteme entwickelt werden, um die nicht nachhaltige Nutzung von Wasser in der Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft zu reduzieren. Die Strategien in den Bereichen Wasser, Ökosystemen und Klima mĂŒssten verschrĂ€nkt werden, um Treibhausgase zu reduzieren – von einer belastbaren Infrastruktur, Wasserleitungen und AbwasserbehandlungsplĂ€nen bis hin zu einem FrĂŒhwarnsystem vor Naturkatastrophen.

Die UN-Wasserkonferenz lief seit Mittwoch. Es war das erste grosse UN-Treffen seit 1977, bei dem ausschliesslich das Thema Wasser behandelt wurde. Die Vereinten Nationen hatten angesichts einer weltweit drohenden Wasserkrise Alarm geschlagen: Der Wasserkreislauf sei durchbrochen, Ökosysteme zerstört und Grundwasser verseucht. Zwei Milliarden Menschen, jede und jeder vierte, haben keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser. Und die weltweite Trinkwasser-Knappheit werde sich weiter verstĂ€rken. FĂŒr Deutschland hatte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (GrĂŒne) am Mittwoch vor der UN-Vollversammlung gesprochen.

Das World Resources Institute, das die Konferenz analysierte, sagte zum Abschluss, dass das Treffen in New York ein nötiger Weckruf beim Thema Wasser war. Eine Reihe der freiwilligen Verpflichtungen könnten dabei einen Wendepunkt bedeuten und Einfluss auf die Entwicklung zum Trinkwasser haben.

(text:sda/bild:sda)