15 Januar 2023

Gut-Behrami mit 36. Weltcupsieg

Lara Gut-Behrami feiert im zweiten Weltcup-Super-G in St. Anton ihren 36. Weltcupsieg. Die Olympiasiegerin gewinnt vor den Italienerinnen Federica Brignone, Marta Bassino und Elena Curtoni.

In Abwesenheit der pausierenden Mikaela Shiffrin und der nach einem Sturz am Samstag vorzeitig abgereisten Sofia Goggia tankte Gut-Behrami am Arlberg Selbstvertrauen im Hinblick auf die am 6. Februar beginnende WM in Courchevel. Nach dem 3. Platz am Samstag distanzierte die Tessinerin die Vortagessiegerin Brignone um 15 Hundertstel und Curtoni um 19 Hundertstel, obwohl sie sich nach einem Fehler im Flachteil auf verlorenem Posten gew├Ąhnt hatte.

Gut-Behrami gelang zwar im zweiten Super-G innert 24 Stunden wiederum keine perfekte Fahrt, sie fuhr aber von allen Fahrerinnen die direkteste Linie und bew├Ąltigte die zweite Streckenh├Ąlfte am schnellsten. Der 36. Weltcupsieg – der zweite in St. Anton nach 2021 – war zugleich ihr 70. Podestplatz im Weltcup.

„Es lief nicht ganz nach Plan, trotzdem war ich schnell. Der obere Teil gelang mir ├╝berhaupt nicht so, wie ich es mir vorgenommen hatte, weil ich von ein paar Wellen ├╝berrascht wurde. Unten liess ich es einfach laufen, weil ich glaubte, dass ich nichts mehr zu verlieren hatte“, sagte Gut-Behrami im SRF-Interview. Sie hoffe, sie k├Ânne den Schwung mitnehmen und werde auch in der Abfahrt schneller.

Deutliche Aufw├Ąrtstendenz liess Michelle Gisin erkennen. Die Engelbergerin, die sich nach dem Materialwechsel von Rossignol zu Salomon bislang schwertat, schaffte als Sechste ihr zweitbestes Saisonergebnis. Den ersten Podestplatz des Winters oder sogar den ersten Sieg vergab Gisin im Schlussteil. Weil sie zweimal weit von der Ideallinie abkam, b├╝sste sie auf der zusehends aufgeweichten Piste auf den letzten 25 Rennsekunden mehr als ihren ganzen R├╝ckstand von 99 Hundertsteln auf Gut-Behrami ein.

Corinne Suter und Jasmine Flury belegten die Pl├Ątze 10 und 11, gefolgt von Priska Nufer im 14. Rang. Joana H├Ąhlen, tags zuvor Zweite im ersten Rennen, verpasste ein Tor und schied aus. Wegen aufkommenden Windb├Âen wurde das Rennen nach Delia Durrers Fahrt mit Startnummer 46 abgebrochen. Insgesamt erreichten nur 28 Athletinnen das Ziel. Zu den vielen Ausgeschiedenen geh├Ârten auch Juliana Suter und Durrer.

F├╝r die Speedfahrerinnen geht es n├Ąchste Woche in Cortina d’Ampezzo weiter. Auf dem Olympiahang von 2026 stehen von Freitag bis Sonntag zwei Abfahrten und ein Super-G auf dem Programm. Die Abfahrt vom Freitag ist das Ersatzrennen f├╝r die durch einen Super-G ersetzte Abfahrt von St. Anton.

(text&bild:sda)