24 April 2026
GPK rüffelt Schneggs Direktion
Bei der Zusammenarbeit der bernischen Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) mit Leistungserbringern und verwaltungsexternen Stakeholdern besteht Verbesserungspotenzial: Der Einbezug durch die GSI ist oft ungenügend, die Kommunikation mangelhaft und das Vorgehen zu wenig transparent. Zu diesem Schluss kommt die Geschäftsprüfungskommission des bernischen Grossen Rates im Rahmen einer Überprüfung.
Die GSI hat mit einer Vielzahl von Leistungserbringern und verwaltungsexternen Stakeholdern zu tun – entsprechend zahlreich sind die Schnittstellen. Dass es bei so vielen Kontakten zu Spannungen kommen und die Zusammenarbeit belastet sein kann, liegt in der Natur der Sache, heisst es in einer Mitteilung. Die GPK kommt aber zum Schluss, dass die Unzufriedenheit über die Zusammenarbeit der GSI mit Dritten über ein normales Mass hinausgeht. Dies habe sich in verschiedenen Gesprächen – beispielsweise Betroffene der Reorganisation der Spitex-Landschaft – gezeigt, erklärt der GPK Präsident Bänz Müller gegenüber Radio BeO. Die GPK hat im Rahmen ihrer Untersuchung festgestellt, dass die GSI wenig Interesse am Knowhow aus der Praxis zeigt und hat in ihrer Empfehlung geschrieben, dies grundlegend zu überdenken. Dazu empfiehlt die GPK transparenter zu informieren und Dritte besser in die Prozesse miteinzubeziehen.
(text:pd&chl/bild:keystone)