Grünes Licht für Wasserkraftprojekt an der Trift – oder doch nicht?
Die Kontroverse um das 13 Quadratkilometer grosse, herrenlose Landstück am Steingletscher auf dem Sustenpass hält weiterhin an. Anfang Dezember haben sich der Kanton Bern, die Kraftwerke Oberhasli (KWO) und zahlreiche Umweltverbände geeinigt und grünes Licht für die Wasserkraftprojekte an der Grimsel sowie an der Trift gegeben.
Der Kanton Bern gab in diesem Zusammenhang bekannt, dass er das herrenlose Land am Steingletscher übernimmt und der KWO als ökologische Ausgleichsfläche zuweist. Die Gemeinde Innertkirchen ist mit diesem Vorgehen nicht einverstanden, da sie bereits seit längerer Zeit fordert, dass dieses Land in ihr Eigentum übergeht.
Lorenz Moor, der ab dem 1. Januar das Amt des Gemeindepräsidenten von Innertkirchen übernimmt, ist vor allem darüber verärgert, dass nur wenige Tage später die Berner Regierung ein Vernehmlassungsverfahren eröffnet hat. Dabei sollen sämtliche herrenlosen Ländereien an die Gemeinden übertragen werden. Dieses Timing hält er für keinen Zufall. Unter diesen Umständen unterstützt die Gemeinde Innertkirchen das Projekt nicht mehr. Sie fordert nun ein Umdenken seitens der Regierung.
(text:ath/bild:pixabay)