Grosser Rat erteilt Konzession für Grimselseevergrösserung
Der Grosse Rat hat am Montag die Konzession für die Vergrösserung des Grimselstausees erteilt. Der Entscheid zugunsten des Konzessionsgesuchs der Kraftwerke Oberhasli KWO fiel einstimmig. Laut den KWO sei eine Erhöhung des Stauziels um 23 Meter vorgesehen, wodurch sich der Energieinhalt des Sees von heute rund 270 auf neu 510 Gigawattstunden erhöhen würde, das Speichervolumen von heute 94 Millionen auf neu 170 Millionen Kubikmeter.
Bei den KWO gibt man sich erfreut: «Der klare Entscheid des Grossen Rates ist ein wichtiger Schritt», lässt sich CEO Daniel Fischlin in einer Mitteilung zitieren. «Die Vergrösserung des Grimselsees stärkt die Speicherfähigkeit unseres Kraftwerkssystems. So können wir Wasser aus den Sommermonaten gezielt für den Winter speichern und die Flexibilität unserer Anlagen nutzen. Für die Versorgungssicherheit der Schweiz bleibt Speicherwasserkraft zentral.
Die Wichtigkeit des Projekts wurde im Kantonsparlament immer wieder betont – gerade auch im Hinblick auf die Gletscherschmelze. Verlieren die Berner Alpen ihre Gletschter, fehlt damit der wichtigste Wasserspeicher, der vergrösserte Grimselsee könne das zumindest teilweise abfedern, hiess es im Rat. Nach dem Konzessionsentscheid folgt nun das Baubewilligungsverfahren. Gebaut wird voraussichtlich erst in den Dreissigerjahren.
(text:csc,pd/bild:zvg kwo)