4 September 2021

Grosse Menschenmenge demonstriert in Chur gegen Corona-Massnahmen

Die Corona-Pandemie bewegt die Schweizer Bevölkerung nach wie vor: Eine mehrstĂŒndige Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen der Behörden hat am Samstag in Chur eine betrĂ€chtliche Menschenmenge mobilisiert.

Organisiert wurde der bewilligte Anlass von der Organisation Stiller Protest unter dem Motto „Stoppt die Spaltung des Volkes“. Mit StĂ€nden vor Ort anwesend waren aber auch die AktionsbĂŒndnisse „fĂŒr eine vernĂŒnftige Corona-Politik“ aus der Urschweiz, dem Aargau und ZĂŒrich sowie die Vereinigung Mass-Voll.

Die Kritikerinnen und Kritiker der Corona-Massnahmen versammelten sich nach dem Mittag auf der Quaderwiese im Churer Stadtzentrum. Nach der SchĂ€tzung eines Journalisten der Nachrichtenagentur Keystone-SDA dĂŒrfte es sich um 1000 bis 2000 Personen gehandelt haben.

Kurz nach 14.00 Uhr setzten sie sich zu einem Protestmarsch durch die Churer Innenstadt in Bewegung. AngefĂŒhrt wurden die Demonstranten von mehreren Dutzend Freiheits-Trychlern und deren dröhnendem GelĂ€ut. Die Gruppe, die mittlerweile Mitglieder aus einer Vielzahl von Kantonen hat, ist zum Symbol des Corona-Widerstandes geworden.

Die Kundgebungsteilnehmer protestierten insbesondere gegen „Impfzwang“ gegen das Coronavirus und gegen eine „Zertifikatspflicht“. Die Churer Stadtpolizei sprach in einem CommuniquĂ© am Abend von rund 4000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Die Kundgebung sei bewilligt gewesen und friedlich verlaufen.

„Respekt, Toleranz, Gleichberechtigung, Menschlichkeit – unabhĂ€ngig vom Impfstatus“ war auf einem Transparent zu lesen, „macht aus Zertifikat Gurkensalat“ auf einem anderen. Viele Demonstranten drĂŒckten auf den Transparenten auch ihr Misstrauen gegenĂŒber der Landesregierung und den Massenmedien aus.

Nach dem Protestumzug besammelten sich die Teilnehmer wieder auf der Quaderwiese. Dort ergriffen mehrere Rednerinnen und Redner das Wort am Mikrofon auf einer gedeckten BĂŒhne.

Nicht die Pandemie habe die Wirtschaft geschĂ€digt, sondern der von Bundesrat Alain Berset verhĂ€ngte Lockdown, erklĂ€rte etwa der Mediensprecher der Demo-Organisatorin Stiller Protest. Die Demokratie leide nicht unter der Pandemie, sondern „unter dem Tyrannen Berset“.

Eine Rednerin machte die Medien verantwortlich fĂŒr das „zu grosse Ausmass der Corona-Massnahmen“ und fĂŒr die Spaltung der Gesellschaft. Der Lockdown sei von den Medien „herbeigeschrieben“ worden.

(text:sda/bild:pixabay)