17 Dezember 2021

Grosse Investitionen auf dem Brienzer Rothorn

Die Brienz Rothorn Bahn (BRB) plant die Sanierung und Modernisierung des Berghauses auf Rothorn Kulm und investiert rund 3 Mio. Franken. Neben dringend notwendigen Erneuerungen an der GebĂ€udehĂŒlle und bei den sanitĂ€ren Anlagen entstehen auch mehr SitzplĂ€tze mit Aussicht fĂŒr die GĂ€ste. Die Baueingabe erfolgt noch in diesem Jahr. Aktuell wird die Finanzierung sichergestellt, der Baustart ist fĂŒr Herbst 2022 geplant.

Nach den erfolgreichen Sanierungs- und Instandstellungsarbeiten der letzten Jahre in der Bahninfrastruktur sind weitere grosse Investitionen im Bereich der Immobilien der BRB notwendig. «Es ist uns schon lange bewusst, dass bei den Immobilien und in der Gastronomie in naher Zukunft ein grosser Investitionsbedarf besteht», sagt Peter FlĂŒck, VR-PrĂ€sident der BRB. Als erstes steht die Sanierung des Berghauses an.

Der sĂŒdseitige Restaurantanbau mit Terrasse auf dem Rothorn verlangt eine Sanierung der Fassade und des Flachdachs. Darin enthalten sind zeitgemĂ€sse Brandschutzmassnahmen mit einer neuen Fluchtwegtreppe aus allen Stockwerken. Die sanitĂ€ren Anlagen fĂŒr die Restaurant-GĂ€ste werden ebenfalls erneuert. Durch die Versetzung des Haupteingangs in die GebĂ€udemitte können im Anbau mit den Panoramafenstern die SitzplatzkapazitĂ€t ausgebaut und mehr FensterplĂ€tze mit Aussicht angeboten werden. «Und mit der Sanierung des Personal-Traktes können wir zudem die Arbeitsbedingungen und Unterkunft fĂŒr die Berghaus-Mitarbeitenden stark verbessern.» ergĂ€nzt Peter FlĂŒck.

Der verstĂ€rkte Mangel an ArbeitskrĂ€ften in der Gastronomie erfordert zudem neue Ideen und Lösungen fĂŒr das Gastronomie-Angebot im Berghaus Kulm. Deshalb wird der Gastrobereich neu organisiert. Das bereits vielerorts bekannte und beliebte «MarchĂ©-Konzept» löst den bedienten Service mehrheitlich ab, um an Spitzentagen den GĂ€stefluss mit weniger Wartezeit besser zu lenken. «FĂŒr die Sanierung des Berghauses rechnen wir mit Kosten in der Höhe von gut 3 Mio. Franken», sagt Peter FlĂŒck. «Wir sind ĂŒberzeugt, mit diesen Massnahmen das Berghaus gebĂ€ude- und sicherheitstechnisch sowie das Gastroangebot den heutigen BedĂŒrfnissen anzupassen.»

Das nun vorliegende Projekt fĂŒr das Berghaus der brönnimann architekten ag bringe ein optimales Kosten-Nutzen-VerhĂ€ltnis ohne unnötigen Luxus, fasst Peter FlĂŒck das Vorhaben zusammen. Noch in diesem Jahr erfolgt die Baueingabe. Der Baubeginn ist auf Herbst 2022 geplant.

Der GebĂ€udekomplex in Brienz, bestehend aus VerwaltungsgebĂ€ude, Werkstatt, Depot mit Maschinenhalle und Wagenremise aus den 70er-Jahren, hat ebenfalls dringenden Handlungsbedarf. FrĂŒhestens ab 2023 sind auch hier umfassende Massnahmen geplant.

(text&bild:pd)