22 April 2021

Greta Thunberg fordert Stopp der Subventionen f├╝r fossile Brennstoffe

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat vor einem Gremium des US-Kongresses ein Ende staatlicher Subventionen f├╝r fossile Energietr├Ąger wie Kohle und ├ľl gefordert. Dass im Jahr 2021 ├╝berhaupt noch ├╝ber die Notwendigkeit einer dramatischen Verringerung der Emissionen diskutiert werde und fossile Brennstoffe weiter direkt oder indirekt bezuschusst w├╝rden, sei „eine Schande“, sagte sie am Donnerstag bei einer virtuellen Anh├Ârung vor dem Umwelt-Unterausschuss im Kontrollausschuss des US-Repr├Ąsentantenhauses.

„Wenn wir unsere Versprechen und Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen einhalten wollen, m├╝ssen wir Subventionen f├╝r fossile Brennstoffe beenden, die Erkundung und Gewinnung stoppen und den Kohlenstoff im Boden lassen – jetzt“, sagte die aus Stockholm zugeschaltete 18-J├Ąhrige. Dies gelte ganz besonders f├╝r die USA, ber├╝cksichtige man, dass sie der gr├Âsste Emittent der Weltgeschichte seien.

Thema der Anh├Ârung war anl├Ąsslich des Tags der Erde „Die Rolle von Subventionen f├╝r fossile Brennstoffe bei der Verhinderung von Massnahmen zur Klimakrise“. Die Industrie der fossilen Brennstoffe habe im vergangenen Jahr 250 Millionen Dollar f├╝r politische Zuwendungen und Lobbyarbeit ausgegeben, sagte der Vorsitzende des Unterausschusses, der Demokrat Ro Khanna, der Thunberg zu der Anh├Ârung eingeladen hatte. Im Gegenzug h├Ątten die Unternehmen des Sektors mehr als 30 Milliarden Dollar an Bundeszusch├╝ssen und Pandemie-Unterst├╝tzung erhalten.

Zuvor hatte Thunberg ein neues Video in den sozialen Netzwerken ver├Âffentlicht, in dem sie erneute Kritik an den Klimazielen ├╝bte. Gleiche man diese „unzureichenden“ und mit Schlupfl├Âchern ausgestatteten Ziele mit dem aktuellsten Stand der Wissenschaft ab, dann sehe man deutlich, dass eine L├╝cke von mehreren Jahrzehnten bestehe. „Wir k├Ânnen nicht mit etwas zufrieden sein, nur weil es besser als nichts ist“ sagte Thunberg. „Wir m├╝ssen weitergehen. Wir m├╝ssen daran glauben, dass wir das tun k├Ânnen – weil wir es k├Ânnen.“

(text:sda/bild:pixabay)