1 Mai 2023

Gleichstellung als Priorit├Ąt an den 1. Mai-Feiern in der Schweiz

Dem Tag der Arbeit vom 1. Mai gelten die Manifestationen der Ungleichheit sowie der Sicherung von L├Âhnen und Renten. Landesweit sind ├╝ber 50 Mai-Feiern geplant. In Z├╝rich steht die 1. Mai-Kundgebung im Zeichen der iranischen Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“.

„Mehr Lohn. Mehr Rente. Gleichstellung jetzt!“ verlangt der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB). Der Bev├Âlkerung bleibe immer weniger zum Leben, schreibt er im 1.-Mai-Aufruf. Preise, Krankenkassenpr├Ąmien und Mieten w├╝rden steigen – L├Âhne hinkten hinterher, und Renten sollten sogar noch weiter gesenkt werden. Die Oberschicht wolle ein noch gr├Âsseres St├╝ck vom Kuchen.

Auch f├╝r die Dachgewerkschaft Unia ist die Lohndiskriminierung der Frauen Thema. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sei ein H├╝rdenlauf. Die Erh├Âhung des Rentenalters gegen den Willen der Frauen sei nichts anderes als eine Rentenk├╝rzung, heisst es im Unia-Aufruf.

Allein der SGB organisiert 1. Mai-Veranstaltungen an rund 50 Orten in der ganzen Schweiz. An der Feier in Biel tritt SP-Bundesrat und Bundespr├Ąsident Alain Berset auf, seine Partei- und Amtskollegin Elisabeth Baume-Schneider in Bern. In Altdorf spricht alt SP-St├Ąnderat Paul Rechsteiner (SG), in Zug Nationalr├Ątin Manuela Weichelt (Gr├╝ne/ZG).

Hauptrednerin in Z├╝rich ist die iranische Aktivistin Niloofar Rasooli. Wie das 1. Mai-Komitee mitteilte, ist der Kampf f├╝r einen feministischen Wandel notwendig. Neben Rasooli richtet sich Nationalr├Ątin Tamara Funiciello (SP/BE) an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der Gewerkschaftsbund des Kantons Z├╝rich stellt den Anlass unter das Motto „Frauenarbeit ist mehr wert“.

(text:sda/bild:sda)