30 November 2021

Gl├Ąttli schliesst Angriff auf SP-Sitz im Bundesrat nicht aus

Laut Gr├╝nen-Parteipr├Ąsident Balthasar Gl├Ąttli wollen die Gr├╝nen ab 2023 im Bundesrat vertreten sein. Einen Angriff auf einen der zwei SP-Sitze in der Landesregierung schloss Gl├Ąttli in einem Interview nicht ganz aus um dieses Ziel zu erreichen.

“Wenn die SP nach den Wahlen 2023 schlechter dasteht als die FDP”, w├╝rden die Gr├╝nen einen SP-Sitz angreifen, sagte Gl├Ąttli in einem von den CH-Media-Zeitunsgen am Dienstag ver├Âffentlichten Streitgespr├Ąch mit FDP-Parteipr├Ąsident Thierry Burkart. Er beantwortete eine entsprechende Frage von Burkart.

Allerdings steht f├╝r Gl├Ąttli nach wie vor ein Angriff auf einen FDP-Sitz im Vordergrund. Er sei ├╝berzeugt, dass die SP bei den nationalen Wahlen 2023 nicht schlechter dastehe als die FDP, sagte er. Die Gr├╝nen w├╝rden mit der SP daf├╝r k├Ąmpfen, dass die “absolute Mehrheit” der Rechtsparteien im Bundesrat falle.

Bei der Zusammensetzung des Bundesrates z├Ąhlten die realen Kr├Ąfteverh├Ąltnisse, sagte Burkart in dem Gespr├Ąch. Bei den Wahlen im Kanton Freiburg habe die FDP zwei Sitze gewonnen. Die SP hingegen habe sieben Sitze verloren, alle an die Gr├╝nen. “Es findet also eine Machtverschiebung innerhalb des linken Lagers statt.”

Bei den Wahlen 2019 steigerten die Gr├╝nen ihren W├Ąhleranteil um 61, Prozentpunkte auf 13,6 Prozent. Die FDP holte 15,1 Prozent und die SP 16,8 Prozent der Stimmen- beide Parteien haben zwei Sitze im Bundesrat. Die FDP verlor nach Angaben des Bundesamtes f├╝r Statistik gegen├╝ber 2015 1,3 Prozentpunkte und die SP 2,0 Prozentpunkte.

(text:sda/bild:unsplash)