30 Juli 2023

Giger triumphiert am BrĂŒnig

Samuel Giger gewinnt erstmals das Bergkranzfest auf dem BrĂŒnig. Er bezwingt im Schlussgang den Thurgauer Vereinskameraden Domenic Schneider nach 71 Sekunden. Schwingerkönig Joel Wicki gibt am Mittag verletzt auf.

Es hĂ€tte in Wickis Abwesenheit auch auf einen Schlussgang zwischen Giger und dem Saisondominator Fabian Staudenmann hinauslaufen können. Giger und Staudenmann stellten – nicht unerwartet – im Anschwingen. Den Unterschied machten die Duelle der beiden gegen Joel AmbĂŒhl aus. Staudenmann biss sich am Luzerner Eidgenossen die ZĂ€hne aus und stellte, wĂ€hrend Giger AmbĂŒhl in dem fĂŒr die Schlussgang-Teilnahme entscheidenden 5. Gang nach kurzer Gangdauer souverĂ€n bezwang.

Der dreifache Saisonsieger Domenic Schneider verdiente sich die Schlussgang-Qualifikation mit einem Sieg im 5. Gang gegen Matthias Aeschbacher. Der Emmentaler gewann am Vormittag alle drei GĂ€nge, liess sich danach jedoch vom Mitfavoriten Pirmin Reichmuth in ein Remis zwingen. Reichmuth seinerseits bĂŒsste seine Chancen auf den Festsieg ebenfalls im 5. Gang ein, als er sich am Boden von Bernhard KĂ€mpf bezwingen liess.

Samuel Giger hat, obwohl erst 25 Jahre alt, nunmehr 29 Kranzfeste gewonnen, neun davon an Bergkranzfesten. Fabian Staudenmann hÀtte mit einem weiteren Triumph den Rekord von acht Kranzfestsiegen in einer Saison egalisieren können, den Jörg Abderhalden im Jahr 2004 aufstellte. Staudenmann hat noch den Saisonhöhepunkt, das Unspunnenfest in Interlaken, vor sich. Dort werden allerdings paradoxerweise keine KrÀnze abgegeben.

Joel Wicki musste seinen Wettkampf nach dem dritten Gang verletzt abbrechen. Wicki verletzte sich in diesem dritten Gang gegen den 18-jÀhrigen Emmentaler Michael Moser, den er nicht bezwingen konnte, am Ellbogen. Wie gravierend die Verletzung ist, wird sich weisen.

Es ist auch möglich, dass Joel Wicki vorsorglich aufgab, um die Teilnahme am Unspunnenfest vom 27. August nicht zu gefĂ€hrden. Im Anschwingen gewann Wicki das Spitzenduell gegen Armon Orlik auf ĂŒberzeugende Weise schon nach wenigen Sekunden.

Die Berner Schwinger spielten als Mannschaft eine beeindruckende Überlegenheit aus. Sie gewannen elf KrĂ€nze – und mithin mehr als die Innerschweizer (5) und die Nordostschweizer (4) zusammen.

Bester OberlÀnder wird im Rang 6b Kilian von Weissenfluh, gefolgt von Reto Thöni. Weiter haben folgende OberlÀnder einen Kranz herausgeschwungen: Jan Wittwer (6f), Bernhard KÀmpf (7a), Patrick Gobeli (7d) und Curdin Orlik (8c).

(text:sda/bild:beo/archiv)