21 Juli 2022

Gewitter richten in der Nordwestschweiz grossen Schaden an

Die Nordwestschweiz ist am Mittwochabend von schweren Gewittern heimgesucht worden. In der Stadt Basel, im Baselbiet und im Kanton Solothurn knickten reihenweise BĂ€ume um, und etliche DĂ€cher wurden abgedeckt. Der Aargau kam glimpflicher davon.

Die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt und die Kantonspolizei standen im Dauereinsatz. Gewitter und Sturm wĂŒteten laut Polizei ab 18:00 Uhr am Mittwochabend. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand ernsthaft verletzt.

Starke Windböen, grosse Hagelkörner und viel Regen sorgten fĂŒr grössere VerwĂŒstungen: Alleine bei der Kantonspolizei Basel-Stadt gingen innert 90 Minuten rund 300 Anrufe ein, woraus sich 55 EinsĂ€tze ergaben. Die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt musste bis 21:30 Uhr 92 Mal ausrĂŒcken.

Etliche BĂ€ume knickten um und versperrten Strassen, Trottoirs und Velowege. Einige landeten auf oder knapp neben geparkten Fahrzeugen.

Die St. Alban-FĂ€hre musste am Steg gesichert werden, weil sie wegen des Sturms den Rhein hinunter zu treiben drohte. DĂ€cher wurden abgedeckt, Baustellenelemente fielen um und sogar mobile Toilettenanlagen wurden vom Wind davongetragen, wie die Behörden weiter meldeten. Vor etlichen AbflĂŒssen sammelte sich Regenwasser, das grosse Teile der Fahrbahn unter Wasser setzte.

Der heftige Gewittersturm am Mittwochabend sorgte auch im Kanton Baselland fĂŒr zahlreiche SchĂ€den und EinsĂ€tze der RettungskrĂ€fte. Gemeldet wurden unter anderem 73 umgestĂŒrzte BĂ€ume und 20 abgedeckte DĂ€cher.

Betroffen waren vor allem die Bezirke Laufen und Arlesheim, wo ein heftiges Gewitter starke Windböen zur Folge hatte, wie die Baselbieter Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Ereignisdienste seien wÀhrend Stunden im Dauereinsatz gestanden, Menschen seien aber keine verletzt worden.

Rund 150 Notrufe seien eingegangen. Neben den umgestĂŒrzten BĂ€umen und abgedeckten DĂ€chern wurden auch 41 ĂŒberflutete Keller und 3 umgestĂŒrzte BaugerĂŒste gemeldet.

Bei der Solothurner Kantonspolizei gingen am Mittwochabend nach Gewittern 40 Schadenmeldungen ein. 32 Meldungen betrafen eindringendes Wasser in Liegenschaften. In acht Meldungen ging es um umgestĂŒrzte BĂ€ume oder abgebrochene Äste. Die Meldungen kamen hauptsĂ€chlich aus dem Schwarzbubenland, in Nachbarschaft zum Baselbiet.

Nur zwei Schadenmeldungen hingegen erhielt die Aargauer Kantonspolizei nach den Gewittern. Es ging um umgefallene BĂ€ume.

Die Versicherung Allianz Schweiz schĂ€tzt den Schaden auf etwa 6,5 Millionen Franken. Sie geht von 1800 SchadenfĂ€llen in den Regionen Thun/Spiez, Basel und Luzern/KĂŒssnacht am Rigi sowie an einzelnen Orten im Kanton ZĂŒrich aus, wie sie mitteilte.

(text:sda/bild:unsplash)