31 Oktober 2022

Getreidefrachter aus Ukraine fahren weiter

Die Getreideexporte aus der Ukraine ĂŒber das Schwarze Meer sollen weiterlaufen, obwohl Russland das sichere Geleit fĂŒr die Frachter aufgekĂŒndigt hat. Darauf haben sich die Delegationen der Vereinten Nationen, der TĂŒrkei und der Ukraine geeinigt, wie das Koordinierungszentrum in Istanbul in der Nacht zum Montag mitteilte. Die russische Delegation in dem Zentrum sei von dem Ergebnis informiert worden.

Am Montag sollen demnach zwölf Schiffe durch den festgelegten Seekorridor aus der Ukraine in Richtung Istanbul fahren, vier Schiffe fahren in Gegenrichtung. Unklar ist, wie Russland auf diesen fortgesetzten Schiffsverkehr reagieren wird.

Auch die bisher von allen vier Parteien gemeinsam in Istanbul durchgefĂŒhrten Kontrollen der Frachter sollen weitergehen. FĂŒr Montag sollen die UN und die TĂŒrkei zehn Teams stellen, um 40 wartende Schiffe abzufertigen. Die Ukrainer seien einverstanden, die Russen seien in Kenntnis gesetzt worden, hiess es von den Vereinten Nationen.

“Die Ukraine wird von ihrer Seite alles tun, damit die Initiative zum Getreideexport weiter funktioniert”, sagte der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj in seiner Videoansprache am Sonntag.

Russland sprach am Sonntag von angeblichen Beweisen, dass die Ukraine den humanitĂ€ren Seekorridor fĂŒr den Drohnenangriff auf die Schwarzmeerflotte in Sewastopol am Vortag missbraucht habe. Über eine RĂŒckkehr in die Getreidevereinbarung sei nicht zu reden, solange dies nicht vollstĂ€ndig aufgeklĂ€rt sei, sagte Vizeaussenminister Andrej Rudenko. Moskau will diesen Angriff am Montag, dem 250. Kriegstag, auch vor den UN-Sicherheitsrat in New York bringen.

(text:sda/bild:unsplash)