20 September 2021

Gesundheitsdirektoren wollen Arztpraxen bei Impfungen unterst├╝tzen

Die Kantone sollen die Arztpraxen bei den Impfungen gegen das Coronavirus unterst├╝tzen. Sie sollen die Differenz von acht Franken zahlen, damit die Arztpraxen trotz der fehlenden Einigung mit den Versicherern ├╝ber die Pauschale weiterhin 24.50 Franken pro Impfung erhalten. Curafutura ├Ąussert Unverst├Ąndnis dar├╝ber.

Auf die geltende Pauschale hatten sich die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und – direktoren (GDK) und die Einkaufsgemeinschaften der Versicherer zun├Ąchst bis Mitte Jahr und dann bis Ende September geeinigt. Auf eine Verl├Ąngerung bis Ende Jahr h├Ątten sich die Tarifvertragspartner nicht mehr einigen k├Ânnen, schreibt die GDK in einer Mitteilung vom Montag.

Ab Anfang Oktober komme deshalb ein Tarif von 16.50 Franken zur Anwendung. Diese Verg├╝tung sei nicht kostendeckend und d├╝rfte viele Arztpraxen zum Ausstieg aus der Impfkampagne bewegen, warnt die GDK.

Der Vorstand der GDK empfiehlt deshalb den Kantonen, die Differenz von acht Franken zu decken. Der Entscheid obliege aber den einzelnen Kantonen. Viele Kantone s├Ąhen schon heute einen h├Âheren Tarif f├╝r Impfungen in Arztpraxen vor. Das zeige, dass auch die geltende Pauschale von 24.50 Franken nicht kostendeckend sei.

Der finanzielle Aufwand f├╝r die Zusatzfinanzierung m├╝sse den gesamtwirtschaftlichen Kosten gegen├╝bergestellt werden, die ein Ausstieg vieler Arztpraxen aus der Impfkampagne nach sich ziehen w├╝rde, schreibt die GDK weiter. Denn die Arztpraxen seien und blieben ein wichtiger Pfeiler dieser Kampagne.

Die Krankenversicherervereinigung Curafutura ├Ąussert Unverst├Ąndnis dar├╝ber, weshalb die Kantone nun f├╝r jede verabreichte Impfung zus├Ątzlich acht Franken an die ├ärztinnen und ├ärzte bezahlen sollten. Die Kantone seien auch f├╝r die ├ärztinnen und ├ärzte am Verhandlungstisch gesessen und h├Ątten sich mit dem Betrag von 16.50 Franken und der Begr├╝ndung dazu einverstanden erkl├Ąrt. Curafutura verweist in einer Mitteilung vom Montag weiter darauf, dass bereits die Verhandlungen f├╝r die Impfpauschale 2022 angelaufen sind.