9 Dezember 2022

Gericht verurteilt Boxerin wegen Mordes an ihrem Mann in Interlaken

Das Regionalgericht in Thun hat am Freitag eine ehemalige Boxweltmeisterin wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren verurteilt. Der Frau wurde vorgeworfen, ihren Ehemann in Interlaken erschlagen zu haben.

Das Gericht befand die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Indizien allesamt fĂŒr stichhaltig. Sie ergĂ€ben ein klares Mosaik, sagte GerichtsprĂ€sident JĂŒrg Santschi. Es bestehe kein Zweifel, dass die 36-jĂ€hrige gebĂŒrtige Brasilianerin im Oktober 2020 ihren fast 30 Jahre Ă€lteren Ehemann mit einem BaseballschlĂ€ger erschlagen habe.

Die Verteidigung hatte das IndiziengerĂŒst der Anklage zerzaust und dargelegt, dass sie sehr wohl Zweifel im Hinblick auf die TĂ€terschaft habe. Die Ermittler hĂ€tten sich zu rasch auf die Frau als TĂ€terin fixiert und sei Hinweisen auf eine andere TĂ€terschaft zu wenig nachgegangen.

ZusÀtzlich zur Freiheitsstrafe sprach das Gericht auch einen Landesverweis von 12 Jahren aus. Das Urteil kann an die nÀchsthöhere Instanz weitergezogen werden. Die Angeklagte bleibt in Haft.

(text:sda/bild:beo)