5 Juni 2023

Gemeinsam gegen Angriffe auf Geldautomaten

Die Zahl der Angriffe auf Geldautomaten in der Schweiz ist so hoch wie noch nie: 56 Angriffe wurden im Jahr 2022 ver├╝bt. Die Tendenz ist steigend. Beinahe die ganze Schweiz ist betroffen. Die T├Ąter gef├Ąhrden auch unbeteiligte Dritte. F├╝r die Bek├Ąmpfung der Angriffe ist neben der Strafverfolgung die Pr├Ąvention unverzichtbar. Deshalb wurde unter der Leitung von fedpol ein Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Branche durchgef├╝hrt.

Die Schweiz ger├Ąt immer st├Ąrker in den Fokus von Angriffen auf Geldautomaten. Mit ihrer geografischen und wirtschaftlichen Lage ist die Schweiz ein attraktives Ziel f├╝r organisierte Netzwerke, die hinter den Angriffen stecken. Seit 2018 nimmt die Zahl der Angriffe auf Geldautomaten zu. Die T├Ąter setzen vermehrt Sprengstoff ein und gef├Ąhrden dadurch unbeteiligte Dritte an Leib und Leben.

Die nationale und internationale Kooperation sowie repressive Massnahmen sind f├╝r die wirksame Bek├Ąmpfung der Geldautomaten-Sprengungen essentiell. Es braucht aber zus├Ątzlich pr├Ąventive Massnahmen und eine enge Zusammenarbeit von ├Âffentlichen und privaten Akteuren, damit die Schweiz f├╝r Geldautomaten-Angreifer unattraktiv wird. Deshalb hat fedpol ein strategisches Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern folgender Organisationen durchgef├╝hrt:

  • Euronet Services Schweiz GmbH
  • Raiffeisen Schweiz
  • Schweizerische Bankiervereinigung
  • Schweizerische Bundesbahnen
  • Schweizerischer Versicherungsverband
  • SIX Group Services Ltd

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Treffens sind sich einig, dass die Entwicklung der Lage in der Schweiz beunruhigend ist und pr├Ąventive Massnahmen n├Âtig sind – insbesondere zum Schutz unbeteiligter Dritter, aber auch zur Aufrechterhaltung der Bargeldversorgung. Die Zusammenarbeit, die Diskussion von Massnahmen und der Erfahrungsaustausch zwischen nicht-polizeilichen Akteuren aus der Branche und den Polizeien sollen zuk├╝nftig an Experten-Treffen weitergef├╝hrt werden.

(text:pd/bild:archiv)