12 Januar 2022

Gemeinde Brienzwiler deckt halben Stromverbrauch selber

Die Leubensader der Gemeinde, die Wasserversorgung, wurde im Jahr 1904 in Betrieb genommen. Nach rund 85 Jahren stand deren Sanierung an. Schon fr├╝her wurde gemunkelt, eines Tages werde man die Wasserkraft auch f├╝r die Produktion von elektrischem Strom verwenden – dieser Moment schien 1989 nun Realit├Ąt zu werden. F├╝r rund 3 Millionen Schweizer Franken baute Brienzwiler ein eigenes Kleinwasserkraftwerk. Eine grosse Last damals, die sich heute aber finanziell wie auch energietechnisch bestens auszahlt! Bevor die Menschen das Wasser aus den Fahrnigraben-Quellen als Trink- und Gebrauchswasser nutzen, wird es im Kleinwasserkraftwerk “Trigli” turbiniert und somit Strom┬á erzeugt.┬á Die Energieversorgung mit dem Kleinwasserkraftwerkt “Trigli” war ein durchbrechender Erfolg. Heute verf├╝gt das Werk ├╝ber zwei verschieden grosse Turbinen, um einen besseren Wirkungsgrad bei unterschiedlichen Wassermengen zu erreichen. 2009 wurde die 3. Kraftwerkstufe bei der ARA in Betrieb genommen, wo das ├ťberschuss-wasser aus dem Leitungsnetz nochmals turbiniert und Energie gewonnen wird. Mit diesen zus├Ątzlichen ca. 120’000 Kilowatt produziert die Gemeinde pro Jahr durchschnittlich zwischen 800’000 und 1.2 Mio. Kilowatt Strom und kann somit zwischen 40-50 Prozent des Gesamtverbrauchs aus der eigenen Produktion decken. Seit dem Jahr 2013 verf├╝gt Brienzwiler f├╝r seine Energieproduktion aus Trinkwasser, Photovoltaik, Oekostrom und Solar das Qualit├Ątslabel ÔÇ×naturemade starÔÇť der Schweizerischen Vereinigung f├╝r Qualit├Ąts- und Management-Systeme (SQS).

(text:pd/bild:unsplash-symbolbild)