6 Mai 2026

Gegenwind von FDP und SVP zu Interlakner Klimastrategie

Der Interlakner Gemeinderat hat Ende April eine neue Klimastrategie verabschiedet. Mit dieser will er das Ziel Netto-Null bis 2050 erreichen. Dagegen gibt es nun Gegenwind von bürgerlicher Seite: An der gestrigen Sitzung des Grossen Gemeinderats (GGR) wurden kritische Stimmen aus der FDP und der SVP laut.

Die FDP sei nicht grundsätzlich gegen die Klimastrategie, habe aber Zweifel an der Umsetzung. Corinne Feller, die als Parteilose der FDP-Fraktion angehört, führte die Zweifel auf die Kosten und die Überlastung der Interlakner Verwaltung zurück. Mit der Umsetzung der Klimastrategie käme noch mehr Arbeit auf die Verwaltung zu.

Das Interlakner Parlament kann erst bei der Umsetzung der einzelnen Klimamassnahmen mitentscheiden; gestern Abend ging es lediglich um die Kenntnisnahme. Die SVP ist hingegen grundsätzlich gegen die gemeinderätliche Klimastrategie und hat angekündigt, sich bei der Realisierung dagegen zu wehren. Marcel von Allmen von der SVP erklärt, es gebe bereits Klimaziele von Kanton und Bund, weshalb Interlaken keine eigenen Massnahmen und Ziele benötige.

Die Klimastrategie des Gemeinderats Interlaken dürfte im Grossen Gemeinderat also künftig bei der konkreten Umsetzung der geplanten Massnahmen immer wieder auf Widerstand stossen oder zumindest zu Diskussionen führen.

(text:pmu/bild:gemeindeinterlaken)