5 August 2023

Geduldsprobe vor dem Gotthard-Nord- und Südportal

Die Reise in den Süden und die Rückkehr ist für viele Automobilistinnen und Automobilisten zur Geduldsprobe geworden. Sowohl in Fahrtrichtung Süd wie auch in Richtung Norden standen sie am Samstag stundenlang im Stau.

Wegen Verkehrsüberlastung meldete der Touring-Club der Schweiz bereits am Samstag kurz nach 09.00 Uhr auf der Autobahn A2 zwischen Erstfeld und Göschenen im Kanton Uri einen Stau von zehn Kilometern Länge. Dies bedeutete für die Autofahrenden eine Wartezeit von einer Stunde und 40 Minuten vor der Durchfahrt durch den Tunnel.

Bis am Samstagmittag wuchs die stehende Autokolonne auf 13 Kilometer an und die Wartezeit betrug zwei Stunden und zehn Minuten. Die Verkehrsdienste empfahlen Automobilistinnen und Automobilisten, als Ausweichstrecke die San-Bernardino-Route der A13 durch das Bündnerland zu benutzen. Allerdings war auch diese Strasse teilweise überlastet.

Wartezeiten gab es auch beim Grenzübergang in Chiasso-Brogeda bei der Ausreise nach Italien, wo sich am Morgen ein zwei Kilometer langer Stau gebildet hatte. In der Westschweiz kam es beim Grenzübergang Bardonnex im Kanton Genf zu Staus bei der Ausreise nach Frankreich.

Aber auch in Fahrtrichtung Nord bildete sich vor dem Südportal ein langer Stau. Bis am Samstagmittag wuchs er zwischen Faido und dem Rastplatz Dosierstelle Airolo auf acht Kilometer an. Der Zeitverlust betrug über eine Stunde. Nach dem Mittag verringerte sich der Stau auf sieben Kilometer, bevor er am frühen Abend wieder auf neun Kilometer anwuchs.

Teilweise kamen auch andere Autobahn-Strecken an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Auf der Autobahn A1 sorgte beispielsweise zwischen Estavayer-le-Lac und Yverdon-Süd in beiden Richtungen eine Baustelle für Behinderungen. Vorübergehende Verkehrsüberlastungen wurden am Samstagmittag vom TCS auch für die A1 im Raum Bern sowie bei der Verzweigung Limmattal und Gubrist und zwischen Niederbipp und Oensingen gemeldet.

(text&bild:sda)