29 Oktober 2025

Geburtshilfe in den Ländlichen Regionen sichern

Die SP Grossrätin  Beatrix Hurni aus Frutigen setzt sich dafür ein, dass hebammengeleitete Geburtshilfe im Kanton Bern als Teil der Grundversorgung anerkannt wird. In ihrem parlamentarischen Vorstoss fordert sie, dass solche Angebote auf der Spitalliste aufgeführt und regional besser abgestützt werden – insbesondere in den ländlichen Gegenden, wo Geburten zunehmend in die Zentren abwandern.

Die geburtshilfliche Versorgung soll dezentral nach Regionen geplant und gemeinsam mit der Bevölkerung gestaltet werden. Ziel sei, dass jede Familie innerhalb von rund 30 Minuten Zugang zu einer geeigneten Geburtseinrichtung hat. Wo Lücken bestehen, sollen Versorgungsmodelle finanziell unterstützt werden. Auch das Wochenbett soll in kleineren Einrichtungen weiterhin stationär möglich bleiben.

Unterstützung erhält Beatrix Hurni unter anderem von der SVP Grossrätin Anne Speiser aus Zweisimmen, die auf die prekäre Lage vieler Geburtshäuser im Kanton Bern hinweist. In Regionen wie dem Berner Oberland drohe der Verlust wohnortsnaher Angebote, was die Versorgungssicherheit für werdende Eltern gefährde. Der Regierungsrat anerkennt den Handlungsbedarf nur teilweise, lehnt aber eine generelle Aufnahme hebammengeleitete Geburtshilfe in die Grundversorgung derzeit ab. Er will diese Motion in ein Postulat umwandeln lassen – so hat dieser keinen verpflichteten Auftrag.

Die Motionäre werden sich beraten und besprechen, ob man an der Motion festhaltet oder einzelne Punkte in ein Postulat umwandeln wird.

(text:cse/bild:pixabay)