22 Oktober 2022

Gebiets-Einzonungen f├╝r Mitholzerinnen genehmigt

Durch die R├Ąumung des ehemaligen Munitionslagers Mitholz wird ein Wegzug eines Teils der Mitholzer Bev├Âlkerung ├╝ber mehrere Jahre n├Âtig. Der Gemeinderat ist sehr daran interessiert, der Bev├Âlkerung von Mitholz innerhalb der Gemeinde Ersatzl├Âsungen anbieten zu k├Ânnen. Er hat deshalb bereits zu Beginn des Jahres 2020 mit ersten Abkl├Ąrungen ├╝ber die M├Âglichkeiten einer Ortsplanungsrevision begonnen. Nach den Planungsschritten Mitwirkung, Vorpr├╝fung und ├Âffentlicher Auflagen hat der Gemeinderat der Bev├Âlkerung an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung die Ortsplanungs-Teilrevision zum Beschluss vorgelegt. Die Stimmberechtigten sind dem Antrag des Gemeinderats gefolgt und haben die Planung nahezu einstimmig gutgeheissen. Sie geht nun zur Genehmigung an das Amt f├╝r Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern.

Die Planung hat zum Ziel, f├╝r die vom Wegzug aus Mitholz betroffene Bev├Âlkerung Bauland f├╝r Wohn- und Arbeitsr├Ąume innerhalb der Gemeinde zur Verf├╝gung zu stellen. Zudem sollen g├╝nstige Voraussetzungen geschaffen werden, um eine unvermeidliche Abwanderung ausgleichen, den Finanzhaushalt, die Schule und das gesellschaftliche Leben erhalten und die sp├Ątere Wiederbesiedlung von Mitholz sicherstellen zu k├Ânnen. Obwohl die Gemeinde gem├Ąss kantonalem Richtplan keinen Baulandbedarf geltend machen kann, haben die zust├Ąndigen Stellen von Bund und Kanton der Teilrevision mit den neuen Einzonungen aufgrund der ausserordentlichen Situation zugestimmt. Jedoch ist die Einzonung an die Voraussetzung gebunden, dass das Bauland lediglich f├╝r die Umsiedlung der Mitholzer Bev├Âlkerung reserviert wird. Hier konnte der Gemeinderat mit der Genehmigungsbeh├Ârde das Zugest├Ąndnis aushandeln, dass ein limitierter Anteil der zu schaffenden Wohnfl├Ąche pro Geb├Ąude auch f├╝r Personen von ausserhalb der Gemeinde gebaut werden darf. Ein Votant wies darauf hin, dass die daf├╝r vorgesehene Fl├Ąche von 100 m2 nicht ausreichend sei und stellte den Antrag auf eine Ausdehung auf 125 m2. Dies w├╝rde es erm├Âglichen, Familienwohnungen zu schaffen. Der Gemeinderat musste den Antragsteller jedoch informieren, dass die Genehmigungsbeh├Ârde einer Ausdehung der Fl├Ąche kaum zustimmen werde. Das AGR habe im Verlauf der Planung die Vorstellunen der Gemeinde bereits zur├╝ckgestutzt und die jetzt im Reglement festgelegten 100 m2 seien erst nach z├Ąhen Verhandlungen mit dem AGR zustande gekommen. Daraufhin wurde der Antrag zur├╝ckgezogen.

(text:pd/bild:archiv)