10 Januar 2022

Gastrosuisse: 70 Prozent der Betriebe defizitÀr wegen Massnahmen

Fast 70 Prozent der Restaurants, CafĂ©s und Bars sind laut Gastrosuisse in den roten Zahlen wegen der Corona-Massnahmen. Zugespitzt habe sich die Lage nach der EinfĂŒhrung der Zertifikatspflicht und weiter im Dezember mit der 2G-Regel (geimpft oder genesen). Gastrosuisse fordert vom Bundesrat auch rĂŒckwirkende finanzielle UnterstĂŒtzung.

„Die wirtschaftliche Lage im Gastgewerbe ist weiterhin ernst“, wird Casimir Platzer, PrĂ€sident des Branchenverbandes Gastrosuisse, in einer Mitteilung vom Montag zitiert. Wegen der anhaltenden Corona-Massnahmen arbeiteten inzwischen fast 70 Prozent der Betriebe defizitĂ€r, wie eine Befragung bei knapp 1900 Mitgliedern von Gastrosuisse ergab, die in der ersten Januarwoche durchgefĂŒhrt wurde.

Auch den Mitarbeitenden mache die Situation je lĂ€nger desto mehr zu schaffen. Nach der weiteren VerschĂ€rfung der Corona-Massnahmen im Dezember sei besonders das FeiertagsgeschĂ€ft „den Bach hinunter“ gegangen, so Platzer. Die gastgewerblichen Betriebe hĂ€tten nur 53 Prozent Umsatz gemacht im Vergleich zu einem ĂŒblichen GeschĂ€ftsjahr.

Gesamthaft liegen die UmsĂ€tze im vergangenen Jahr rund 40 Prozent tiefer als in den Jahren vor der Corona-Pandemie, wie Gastrosuisse weiter mitteilte. Der Branchenverband begrĂŒsst es, dass das HĂ€rtefallprogramm wieder hochgefahren werden soll und der Bund jetzt versuche die betroffenen Branchen möglichst rasch und national einheitlich zu entschĂ€digen.

Wichtig sei aber, dass die ungedeckten Kosten nicht nur in diesem Jahr, sondern auch rĂŒckwirkend bis zum September 2021 entschĂ€digt wĂŒrden. Entscheidend werde auch die Umsetzung sein. “ Es braucht eine praxistaugliche Lösung „, wird Platzer zitiert. Und es bleibe ausserdem zu hoffen, dass der Bundesrat keine weiteren VerschĂ€rfungen beschliesse.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)