G7: Iran-Deal bietet „historische Chance“
Die G7-Staaten sehen in dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran eine „historische Chance“, Teheran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern. Der von US-Präsident Donald Trump erzielte Deal, der am Freitag von beiden Kriegsparteien unterzeichnet werden soll, könne „Frieden und Sicherheit für alle in der Region bringen“, heisst es in einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen im französischen Évian. „Wir unterstützen die Umsetzung des Abkommens und sind bereit, dazu beizutragen“, heisst es in der Erklärung der G7 weiter.
In Bezug auf die Strasse von Hormus bekräftigten die G7-Staaten, dass „das Recht auf ungehinderte und gebührenfreie Durchfahrt die Grundlage des internationalen Handels bildet“. Es seien nun Verhandlungen mit dem Ziel eines „umfassenden und weitreichenden“ Folgeabkommens nötig, um „die von Iran in der Region und darüber hinaus ausgehenden Bedrohungen“ anzugehen und „sicherzustellen, dass der Iran niemals eine Atomwaffe erlangt“, heisst es weiter.
In Bezug auf den Konflikt zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon heisst es in der Erklärung, die G7 unterstützten durch einen „sofortigen und wirksamen Waffenstillstand“ die Bemühungen der libanesischen Führung, die Entwaffnung der Hisbollah zu erreichen und die territoriale Integrität des Libanon „mit angemessenen internationalen Sicherheitsgarantien zu schützen“.
An den Beratungen bei dem G7-Gipfel führender westlicher Demokratien nahmen die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Grossbritannien, Italien, Kanada und Japan sowie die EU-Spitzen teil.
(text:sda/bild:keystone)