24 Mai 2022

F├╝r Verein ist Herdenschutz-Konzept gescheitert

Das Herdenschutz-Konzept des Bundes ist gescheitert. Das schreibt der Verein Schweiz zum Schutz der l├Ąndlichen Lebensr├Ąume vor Grossraubtieren. Die zur Verf├╝gung stehenden Schutzmassnahmen w├╝rden immer weniger greifen. Bereits vor der Alpsaison sei der Druck auf Weidetiere unertr├Ąglich.

Die Nutztierhaltung lasse sich nicht ohne unverh├Ąltnism├Ąssige Einschr├Ąnkungen aufrecht erhalten, teilte der Verein nach seiner Delegiertenversammlung am Dienstag in Bern mit. Das Herdenschutzprogramm aus dem Jahr 2013 sei gescheitert.

Die Delegierten hielten fest, dass die vom Stimmvolk abgelehnte Revision des Jagdgesetzes eine Regulierung der Wolfsbest├Ąnde erm├Âglicht h├Ątte. Die damals siegreichen Umweltverb├Ąnde h├Ątten versprochen, Hand f├╝r L├Âsungen zu bieten. Bisher sei nichts geschehen.

Die verfassungsrechtliche Eigentumsgarantie sei in Frage gestellt. Wenn nicht rasche und wirksame Regulierungsmassnahmen getroffen w├╝rden, seien „Abwehrhandlungen zur Verteidigung von Hab und Gut nicht mehr auszuschliessen“, schrieb der Verein.

An die Kantonsregierungen appellierten die Delegierten, ihre Verantwortung f├╝r die Kulturlandschaften und gegen die Absichten des Bundes f├╝r eine ungeregelte Ausbreitung der Wolfsbest├Ąnde wahrzunehmen.

(text:sda/bild:unsplash)