10 April 2022

Fuchs folgt auf Guerdat als Sieger beim Weltcupfinal

Martin Fuchs gewinnt in Leipzig den Weltcupfinal. Der ZĂŒrcher stösst am Sonntag im Sattel von Chaplin von Position 3 aus an die Spitze vor und holt zum 6. Mal fĂŒr die Schweiz die begehrte TrophĂ€e.

Auf Martin Fuchs ist an GrossanlĂ€ssen Verlass. Er kehrt fast von jedem Championat mit einer Medaille nach Hause: 2021 wurde er Team-Europameister und EM-Zweiter in Riesenbeck, 2019 Europameister in Rotterdam und Hallen-WM-Zweiter in Göteborg oder 2018 WM-Zweiter in Tryon. Hinzu kommen zahlreiche Siege an Grands Prix. Zuletzt vergangenen Dezember mit dem Triumph des mit 1 Million Dollar dotierten Grand-Slam-Events in Genf. In der Weltrangliste hat er Steve Guerdat ĂŒberflĂŒgelt und blickt nun von Position 3 aus Richtung Thron.

Der Ausfall von Ausnahmepferd Clooney unmittelbar nach den Olympischen Spielen in Tokio liess die Erfolgsserie des Schweizers nicht abreissen. Mit Leone Jei, The Sinner oder Chaplin verfĂŒgt Fuchs ĂŒber weitere Vierbeiner, die höchstem Niveau genĂŒgen. In Leipzig trug ihn nun primĂ€r Chaplin zum Erfolg, der am Donnerstag (Sieg in der EröffnungsprĂŒfung) und am Sonntag (zwei Nullfehlerritte) zum Einsatz kam. Mit The Sinner hatte der aktuell erfolgreichste Schweizer Reiter am Freitag einen kleinen RĂŒckschlag einstecken mĂŒssen.

Bei der zuvor letzten Austragung eines Weltcupfinals im Jahr 2019 – der Pandemie fielen zwei Events zum Opfer – war Fuchs bereits Zweiter hinter Guerdat geworden, nun holte der ZĂŒrcher einen der wichtigsten Titel seiner Karriere. Vor Fuchs und Guerdat (2015, 2016, 2019) hatten auch schon Beat MĂ€ndli (2007) und Markus Fuchs (2001) beim Highlight der Hallensaison, dem zweitwichtigsten Event des Jahres nach dem Grossanlass im Sommer, triumphiert.

Den Sieg bei der inoffiziellen Hallen-Weltmeisterschaft in Leipzig verdankte der 29-jĂ€hrige Fuchs zwei Nullfehlerritten am Sonntag. Der Schweizer hatte am Freitag die FĂŒhrung im Zwischenklassement verloren und war neben der eigenen Top-Leistung auf die Fehler der zwei vor ihm liegenden Konkurrenten angewiesen. Und tatsĂ€chlich erwischten Harrie Smolders auf Monaco und insbesondere McLain Ward auf Contagious nicht den besten Tag. Der NiederlĂ€nder fiel auf Platz 2 zurĂŒck, der Amerikaner sogar in den 7. Rang.

(text&bild:sda)