Frankreichweite Proteste: Zusammenstösse mit Polizei
An einem frankreichweiten Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten ist es zu ersten Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. In Paris, Lyon und Strassburg ging die Polizei mit Tränengas und Schlagstöcken gegen Protestierende vor, wie das Innenministerium in Paris mitteilte. In Marseille versuchten Demonstranten demnach, in eine Polizeiwache einzudringen, und plünderten Geschäfte. Rund 100 Menschen wurden nach Angaben der Pariser Polizeipräfektur festgenommen, weil sie Waffen und andere verbotene Gegenstände dabeihatten. Präsident Emmanuel Macron hatte die Menschen am Vorabend ermahnt, friedlich zu protestieren.
Das Innenministerium verzeichnete am Mittag landesweit 140 Protestaktionen mit 32.800 Beteiligten. Landesweit seien bislang 166 Menschen festgenommen worden. Am frühen Nachmittag waren in Paris und vielen anderen Städten Demonstrationszüge geplant. Frankreichweit wurde mit bis zu 170.000 Protestierenden gerechnet, davon zwischen 30.000 und 60.000 allein in Paris.
Wie es aus dem Innenministerium hiess, gebe es bei den Protesten eine sehr starke Mobilisierung der ultralinken Szene, die einzig und allein darauf aus sei, Unruhe zu stiften. Es gebe gezielte, gewalttätige Übergriffe durch zu schwarzen Blöcken zusammengeschlossene vermummte Personen, insbesondere in Paris, Marseille, Rennes, Toulouse und Angers.
(text:sda/bild:keystone)