Fische unter Hitzestress – Erholungszonen nicht stören
Den Fischen wird es aufgrund der aktuellen Hitzewelle in der Aare und in vielen Bächen deutlich zu warm. Gleichzeitig führen zahlreiche Gewässer immer weniger Wasser. Die Tiere leiden unter Hitzestress, unzählige Fische sind bereits gestorben. Das Fischereiinspektorat bittet die Bevölkerung deshalb, Erholungszonen von Fischen nicht zu stören.
Die Aare zwischen Thun und dem Wohlensee erreicht stellenweise bereits 24 Grad. Das setzt den Fischen zu. Kaltwasserarten wie Äschen und Forellen geraten ab 20 Grad unter Stress, ab 25 Grad kann die Wassertemperatur für sie tödlich sein. Die Fische ziehen sich deshalb in die letzten kühlen Bereiche eines Gewässers zurück. Das Fischereiinspektorat des Kantons Bern bittet Badende, Böötler und Hundehaltende, diese Rückzugsorte zu meiden.
Erholungszonen erkennen und respektieren
In Bächen und kleineren Flüssen befinden sich diese Rückzugsorte häufig in tiefen Pools. In der Aare sind es vor allem Bacheinmündungen sowie tiefere, ruhiger fliessende Stellen. Besonders sensible Bereiche werden mit Hinweistafeln und Absperrbändern gekennzeichnet. Das Fischereiinspektorat bittet die Bevölkerung, diese Signalisationen zu beachten und die markierten Bereiche nicht zu betreten. Jede Störung schreckt die Fische auf und kostet sie wertvolle Energie. Dadurch werden sie anfälliger für Krankheiten und können schliesslich sterben.
Bisher 16 000 Fische gerettet
Mit Unterstützung von Fischereivereinen und Pächtern rettet das Fischereiinspektorat Fische aus austrocknenden Gewässern. Gerettete Fische werden an geeigneten Stellen im gleichen Gewässereinzugsgebiet wieder ausgesetzt. In diesem Sommer konnten rund 16 000 Fische in Bächen auf einer Gesamtlänge von 27 Kilometern gerettet werden.
Weitere Informationen unter: Fische und Trockenheit
(text:pd/bild:zvg kanton bern, weu)