FIFA hält an Investorenplan fest
Die FIFA erklärte am Freitag, dass sie ihr Vorhaben zur Gründung einer kommerziellen Tochtergesellschaft, die auch für ausländische Investoren offen sein soll, trotz der grossen Kritik und sogar Boykottdrohungen europäischer Verbände weiterverfolgen werde.
„Unser geplanter Konsultationsprozess wurde durch irreführende Medienberichte gestört“, erklärte der Weltverband am Freitag in einer Mitteilung. Weiter hiess es: „Wir werden diesen Konsultationsprozess fortsetzen, um sicherzustellen, dass jeder Mitgliedsverband seine Stimme auf der Grundlage der tatsächlichen Fakten abgeben kann.“
Mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte, etwa an der Weltmeisterschaft, will die FIFA eine Milliardensumme einspielen. Laut übereinstimmenden Berichten setzte der Weltverband eine Frist für die Zustimmung zum geplanten Investorendeal und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. Der Stichtag für die Zustimmung der 211 Verbände soll demnach der 19. September sein.
Am Donnerstag drohten die Mitglieder der Europäischen Fussball-Union UEFA der FIFA geschlossen mit einem WM-Boykott, falls dieser den angekündigten Investorendeal durchzieht. Solange Europa eine Stimme habe, werde der Fussball nicht zum Verkauf stehen, teilte die UEFA mit. Auch der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Kontinentalverband CONCACAF mit den WM-Gastgebern USA, Mexiko und Kanada lehnt die Investorenpläne geschlossen ab.
(text:sda/bild:unsplash)